Familienpass: Heeker bekommen bald in 15 Kommunen Vergünstigungen

hzKreisweiter Familienpass

Schon 20 Jahre gibt es den Familienpass in Heek. Besonders groß ist die Resonanz allerdings nie gewesen. Das dürfte bald anders sein, wenn der kreisweite Familienpass eingeführt wird.

Heek

, 19.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit 20 Jahren gibt es schon den Familienpass in der Dinkelgemeinde. Er wurde 2000 auf Antrag der CDU eingeführt. Ziel war es, Familien in der Gemeinde Vergünstigungen zu bieten. Ein Zeichen von Familienfreundlichkeit. Doch der Familienpass fristete ein trauriges Dasein.

Mal gerade 312 Familienpässen wurden in den ersten 17 Jahren ausgestellt. Danach wurde keine Liste mehr geführt. Richtig erfolgreich sieht irgendwie anders aus. Natürlich ist es für Heek ein Nachteil, dass die Kommune nicht so groß wie Bocholt, Gronau oder Ahaus ist. Ein Schwimm- oder Freibad, ein unumstritten beliebtes Ausflugsziel für Familien, gibt es in Heek nicht.

Familienpass soll in allen Kommunen gelten

Da kommt die Idee mit dem kreisweiten Familienpass für Heek gerade zur rechten Zeit. Bereits seit über zwei Jahren verfolgt eine Projektgruppe der Arbeitsgemeinschaft der Bürgermeister und Beigeordneten im Kreis Borken das Ziel, einen solchen Pass ins Leben zu rufen.

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Zu Erklärung: Bisher galt der Familienpass nur für die jeweilige Kommune. Als Heeker hatte man nichts von den Vergünstigungen zum Beispiel in Ahaus. Doch das soll jetzt anders werden. 15 von 17 Kommunen im Kreis haben ihre Teilnahme zugesichert. Auch Heek.

Folgende Voraussetzungen gelten: Familien mit einem Kind und Alleinerziehende mit einem Kind aus den Kommunen des Kreises können den Familienpass beantragen. Gültig ist er, bis das Kind 18 Jahre alt ist, grundsätzlich bis Ende des Kindergeldbezuges. Danach muss der Familienpass neu beantragt werden.

Heek ist kein „großer Player“

„Wir sind zwar kein großer Player und unser Angebot ist überschaubar, aber es geht um das Zeichen nach Außen. Zu signalisieren, ja, wir möchten dabei sein“, sagte Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff in der dazugehörigen Ratssitzung im Juni. Der damalige Rat stimmte der Teilnahme einstimmig zu. Doch alle Details sind noch nicht geklärt.

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Wie hoch zum Beispiel die Vergünstigung im Einzelfall ausfällt, muss nun teilweise noch abgestimmt werden, zumal unter anderem bei den Volkshochschulen und Musikschulen oft mehrere Kommunen in einem Zweckverband die Verantwortung für Einrichtungen tragen. Wichtig ist, dass die teilnehmenden Kommunen, auch um den Verwaltungsaufwand möglichst gering zu halten, auf eine Verrechnung der Einnahmeausfälle durch die Vergünstigung untereinander verzichten.

Details müssen noch geklärt werden

Um diese Details zu klären, wird sich die Projektgruppe in den nächsten Monaten weiter intensiv mit den Details beschäftigen. So etwa auch mit der Frage einer einheitlichen Chipkarte oder Ähnlichem als Ausweisdokument für den Familienpass.

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In Heek soll übrigens eine kostenlose Teilnahme an den Kinderveranstaltungen des Kulturamtes sowie eine Ermäßigung auf das jährlich stattfindende fünftägige Jugendcamp der LMA angeboten werden. Ob noch mehr Angebote hinzukommen, wird sich zeigen.

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