Vor einigen Wochen legte eine Fachfirma die Schlitz-Drainage auf Platz Nummer zwei an. Jetzt fehlt nur noch ein letzter Mosaikstein. © Martin Mensing
Platzsanierung

Finales Mosaikstück: Beregnungsanlage für RWN-Platz Nummer zwei

Läuft alles glatt, gehört der Ärger bei RW Nienborg über Spielfeld Nummer zwei bald der Vergangenheit an. Ein letzter Mosaikstein wurde jetzt ins Rollen gebracht. Der Verein drückt aufs Gaspedal.

Nägel mit Köpfen haben die Mitglieder des Sportausschusses in der jüngsten Sitzung in Absprache mit RW Nienborg gemacht. Sie gaben grünes Licht für den letzten Mosaikstein, der das Ex-Problemfeld des Klubs endgültig zukunftsfähig machen soll. Dabei trat RWN bewusst auf das Gaspedal.

„Wir haben nur ein Ziel: Wir wollen das zweite Spielfeld endlich benutzen“, stellt der Klub-Vorsitzende Martin Mensing gegenüber der Redaktion klar. Jenes Spielfeld, das Verein und Verwaltung seit der mangelhaften Sanierung 2014 viel Kummer bereitete.

Mängel am Spielfeld sind beseitigt

Das Wasser lief auf dem für 180.000 Euro renovierten Rasenspielfeld einfach nicht richtig ab. Spiel- und Trainingsbetrieb waren auf dem Platz kaum möglich. Gutachten, politische Debatten und ein gerichtliches Beweisverfahren folgten.

Jetzt hat die seinerzeit bauausführende Firma die Mängel im Rahmen der Gewährleistung ausgebessert. Eine Firma aus Münster hat zudem Schlitz-Drainage angelegt, durch die das (Regen-) Wasser zukünftig zur neu eingebauten Drainage sickern soll. Auch eine neue, leistungsfähige Wasserpumpe wurde im Eichenstadion installiert.

Hier, im Jahr 2014, nahm das Elend auf Platz Nummer zwei seinen Anfang. Alle Klubmitglieder hoffen, dass der Ärger jetzt endlich ein Ende haben wird.
Im Jahr 2014 nahm das Elend auf Platz Nummer zwei seinen Anfang. Alle Klubmitglieder hoffen, dass der Ärger jetzt endlich ein Ende haben wird. © Martin Mensing © Martin Mensing

Nur eine automatische Beregnungsanlage fehlt bisher auf dem Platz Nummer zwei. Da Trockenphasen in den vergangenen Jahren immer häufiger aufgetreten sind, war die Verwaltung einer automatischen Bewässerungsanlage gegenüber grundsätzlich positiv eingestellt. Auch, weil eine manuelle Bewässerung kaum zu realisieren sein dürfte.

Offen war allerdings bis zuletzt die Frage der Kosten. Genauer gesagt die Frage, wer was bezahlt. Jetzt haben sich die Mitglieder des Sportausschusses und der Verein darauf verständigt, die 70/30-Regel anzuwenden. 70 Prozent der Kosten trägt die Gemeinde, den Rest der Klub.

RWN zeigt viel Eigeninitiative

Wie schon bei vielen anderen Projekten zeigte RWN bereits im Vorfeld der Entscheidung viel Eigeninitiative. So hatte der Klub etwa mehrere Angebote für eine Bewässerungsanlage eingeholt. „Wir legen Wert auf örtliche Unternehmen“, betont der Vorsitzende. Auf 16.000 bis 25.000 Euro beziffert die Verwaltung die Gesamtkosten.

„Den Auftrag haben wir direkt am Tag nach der Sitzung an die Firma Pötter vergeben“, berichtet Martin Mensing. Also nur wenige Stunden nach dem politisch grünen Licht. „Uns war es wichtig, dass die Beregnungsanlage noch in diesem Jahr eingebaut wird und nicht erst im kommenden Jahr.“

Denn das hätte laut Mensing zur Folge gehabt, dass das Spielfeld erst sehr spät im kommenden Jahr zum Trainings- und Spielbetrieb zur Verfügung gestanden hätte. Daher habe man auch ein wenig auf das Gaspedal gedrückt. Die Fachfirma habe zudem zugesichert, dass die Arbeiten zeitnah durchgeführt werden sollen.

Der Zeitplan steht

Daher haben die Klub-Verantwortlichen bereits kürzlich bei einem Ortstermin einen Zeitplan abgesteckt. Hintergrund: Durch Eigenleistung plant RWN den 30-Prozent-Eigenanteil nicht komplett aus finanziellen Mitteln erbringen zu müssen. „Wir kümmern uns hauptsächlich um die Erdarbeiten“, erklärt Mensing.

Baubeginn soll in wenigen Wochen sein, die Arbeiten selbst sollen in wenigen Tagen erledigt sein. Und damit auch ein Ende des langjährigen Ärgers. „Wir hoffen, dass die Leidenszeit im kommenden Jahr endlich ein Ende nimmt“, bringt es Martin Mensing auf den Punkt.

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