Jetzt doch: Gelände am Jugendhaus Zak soll mit Flutlichtmasten aufgepeppt werden

hzJugendhaus Zak

Jahrelang war bei Einbruch der Dunkelheit Feierabend auf dem Außengelände des Zak. Denn eine Beleuchtung fehlt bis heute. Doch das soll sich noch in diesem Jahr ändern. So zumindest der Plan.

Heek

, 05.02.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Langsam aber sicher werden die Tage wieder länger. Und damit sind sowohl das Streetballfeld als auch die Skateanlage am Jugendhaus Zak peu à peu wieder mehr nutzbar. Stichwort: länger hell. Eine gute Nachricht. Eine noch bessere kommt jetzt aus der Lokalpolitik – die von den Jugendlichen lang ersehnte Beleuchtung für die Außenanlagen soll endlich Realität werden.

Das Anliegen an sich ist nicht neu. Bereits 2018 war es Thema bei der Versammlung des Jugendwerkes. Doch passiert ist in der Folge nichts. Zumindest nichts Konkretes. Auch nicht ein Jahr später. Denn 2019 lehnte die Gemeindeverwaltung das Ansinnen der Jugendlichen mit Blick auf die Kosten noch ab. Das Investitionsvolumen für die Beleuchtung passte nicht mehr in den Haushalt.

Zwei Hürden müssen noch genommen werden

Jetzt aber die Kehrtwende. Im jüngsten Ausschuss für Sport, Kultur und Tourismus wurden Nägel mit Köpfen gemacht. Einstimmig beschlossen CDU- und SPD-Fraktion, dass die Beleuchtung des Streetballfeldes und der Skateanlagen noch in diesem Jahr Realität werden sollen. Einziger Knackpunkt: Der Rat muss das Ganze noch abnicken und das Geld noch nachträglich in den Haushaltsentwurf 2020 eingearbeitet werden.

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Auf 18.900 Euro belaufen sich die Kosten. Darin inbegriffen sind fünf Masten – vier für das Streetballfeld, einer für die Skateanlage. Der Abstand zwischen den insgesamt 16 Strahlern und dem Boden soll sechs Meter betragen. On top in Sachen Kosten kommen noch die Erdarbeiten sowie die Bereitstellung der notwendigen Hilfs- und Transportmittel. Das sei aber nur ein „sehr geringer Betrag“, wie Bauamtsleiter Herbert Gausling auf Anfrage sagt.

Beleuchtung soll per Druckschalter aktivierbar sein

Dass es sich um eine LED-Beleuchtung handeln wird, versteht sich von selbst. „Das ist heute Standard“, so der Bauamtsleiter. So werden Stromverbrauch und Kosten effektiv gesenkt. Aber das soll noch nicht alles sein. „Die Flutlichtanlage soll per Druckschalter aktivierbar sein.“ Von außen, versteht sich.

Jetzt doch: Gelände am Jugendhaus Zak soll mit Flutlichtmasten aufgepeppt werden

Vier Masten sollen rund um das Streetballfeld aufgestellt werden – und ein weiterer an der angrenzenden Skateanlage. © Till Goerke

Die Idee: Bei Bedarf können die Jugendliche die Anlage erhellen. Die Strahler sollen sich zudem nach einer gewissen Zeit von selbst wieder abschalten. Auch das spare unnötigen Stromverbrauch. „So haben es die Jugendlichen bewusst selbst in der Hand, wann es hell wird und wann nicht.“

Der Bedarf unter den Jugendlichen ist vorhanden

Und wer sich fragt, ob es für eine derartige Beleuchtung den Bedarf gebe, dem seien die Worte von Ex-Zak-Leiterin Verena Grothe ans Herz gelegt. Im Gespräch mit dieser Redaktion sagte sie zuletzt: „Viele der Jugendlichen haben erst spät schulfrei und würden definitiv bei Wind und Wetter draußen spielen.“ Besonders für jene Jugendliche, die nicht in einem Verein aktiv seien, stelle das Streetballfeld, die Skateanlage eine gute Möglichkeit dar, sich auszutoben. Auch in der dunklen Jahreszeit.

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Übrigens etwas, das auch Jörg Rosery (CDU) anmerkte: „Wir müssen der Jugend einen Platz bieten, den sie immer nutzen kann.“ Und der Christdemokrat verwies im gleichen Atemzug auf die Vandalismusfälle in der Stiege. Denn idealerweise würden diese nach der Aufwertung des Zak-Außenareals der Vergangenheit angehören.

Bleibt die Frage, wie es jetzt konkret weitergeht. Zunächst wird am 12. März der Haushalt 2020 verabschiedet. So dort und im Rat alles glatt läuft, können in der Folge die Materialen bestellt und die Arbeiten umgesetzt werden. „Bis zur nächsten Dunkelperiode wollen wir dann durch sein“, stellt Herbert Gausling klar. Das hieße bis etwa Oktober 2020.

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