Ein Nest der Giftraupe in Heek im Juni 2020. Auch in diesem Jahr wurden jetzt erste Nester gesichtet. © Till Goerke
Eichenprozessionsspinner

Giftraupen in Heek: Erste Nester gesichtet – jetzt gilt es aufzupassen

Später als im vergangenen Jahr sind nun die ersten Nester des Eichenprozessionsspinners in Heek gesichtet worden. Jetzt gilt es wieder aufzupassen und bei Giftraupenbefall aktiv zu werden.

Lange wirkte die kühle Witterung als Bremse. Doch mit steigenden Temperaturen sowie dem Mix aus Sonne und Wind beginnt sie – die Saison des Eichenprozessionsspinners. Erste Nester der Giftraupen sind jetzt auch in Heek aufgetaucht. Jetzt heißt es wieder, die Augen offen zu halten.

Denn die Brennhaare der Giftraupe können Menschen und Tieren das Leben zur Qual machen. Sie können eine allergische Reaktion auslösen. Unangenehmer Juckreiz, Hautentzündungen, Schwellungen wie bei einem Insektenstich können ebenso die Folge sein wie Augenreizungen und Bindehautentzündungen.

Gefahr geht von den Brennhaaren aus

Werden Brennhaare eingeatmet, kann das zu einer Reizung der oberen Atemwege führen. Bei Menschen, die auch sonst Probleme mit Allergien haben, kann ein Kontakt auch zu Atemnot führen. Bronchitis, schmerzhafter Husten und Asthma können die Folge sein. Und auch für Tiere, zum Beispiel Hunde oder Katzen, sind die Brennhaare gefährlich.

Darum gilt es ab jetzt im Bereich von Eichen genau hinzuschauen und im Fall der Fälle Nester der Gemeindeverwaltung zu melden. Dies kann, wie Ordnungsamtleiterin Doris Reufer auf Anfrage mitteilt, telefonisch unter (02568) 93000 oder per E-Mail an info@heek.de oder über die Heek-App und den Mängelmelder erfolgen.

Erste Nester in Heek gemeldet worden

Genau das haben auch bereits einige Heeker gemacht. „Erstmalig wurden in dieser Woche zwei Nester gemeldet“, so die Ordnungsamtleiterin. Und die Prognose? Rechnet die Gemeinde dieses Jahr mit weiteren Fällen? „Ja, wir rechnen damit, aber nicht in dem Umfang wie in den vergangenen Jahren“, so Doris Reufer.

Dabei wird sicherlich auch eine Rolle spielen, dass sich die Gemeinde die Bekämpfung der Giftraupe einiges kosten lässt. 30.000 Euro sind im Haushalt 2021 dafür eingestellt. Zum Vergleich: In der Nachbarkommune sind dafür nur 10.000 Euro veranschlagt.

Heek setzt auf einen Abwehrmix

Übrigens setzt Heek auf einen Abwehrmix aus Bioziden (Prävention), Absaugen oder Nistkästen. Die Beutelfallen kommen dieses Jahr nicht mehr zum Einsatz. Sie haben sich 2020 nicht bewährt.

Diese Beutelfallen kommen in Heek in diesem Jahr nicht mehr zum Einsatz. Sie haben sich laut Verwaltung nicht bewährt.
Diese Beutelfallen kommen in Heek in diesem Jahr nicht mehr zum Einsatz. Sie haben sich laut Verwaltung nicht bewährt. © Till Goerke © Till Goerke

Das Absaugen von Nestern durch Spezialfirmen könnte in Heek je nach Entwicklung des Giftraupenbefalls hingegen in diesem Jahr erneut gefragt sein. Doch klar ist auch: Überall kann die Gemeinde nicht aktiv werden. Letztlich ist alles eine Frage der Kosten.

Dazu erklärt die Ordnungsamtleiterin: „Im Innenbereich und gegebenenfalls auch im Außenbereich, an jeweils stark frequentierten Bereichen, werden Maßnahmen (zum Beispiel Absaugen – die Red.) durchgeführt.“

Das seien aber jeweils Einzelfallentscheidungen. Und: Für befallene Bäume auf Privatgrundstücken sei stets der Eigentümer und nicht die Gemeinde verantwortlich.

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