Grünes Licht für Gabelpunkt

HEEK Das geplante Einzelhandelszentrum am Gabelpunkt wird die Umwelt laut Gutachtermeinung nicht die beeinträchtigen: 1500 Quadratmeter bisherige Industriefläche würden entsiegelt, und statt mehr Lärm haben die Experten sogar eine leichte Entlastung in Aussicht gestellt. Diese Prognosen machten es der Ratsmehrheit leicht, dem Auslegungsbeschluss - der vorletzten Hürde auf dem Weg zum Bau - zuzustimmen.

02.07.2009, 17:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Grünes Licht für Gabelpunkt

<p>Pflanzen und Tiere haben bislang keine guten Bedingungen auf der von Industrie geprägten Fläche am Gabelpunkt vorgefunden. Das wird sich wohl nicht wesentlich ändern - und wenn zum Besseren, wie die Gutachter meinen. MLZ Fotos (2) Lüttich-Gür</p>

Nur SPD-Fraktionschef Reinhard Brunsch hat am Mittwochabend dagegen gestimmt. Sein Fraktionskollege Hermann-Josef Schepers erklärte nach einer Sitzungsunterbrechung warum, obwohl er selbst genauso wie die übrigen Sozialdemokraten der Verwaltungsempfehlung folgte und für das Vorhaben stimmte: "Es herrschen nach wie vor Bedenken. Wir wollen kritisch hinterfragen und tun das auch." Er bemängelte dass die schriftlichen Gutachten zu spät oder noch gar nicht dem einzelnen Ratsmitglied vorgelegen hätten. Welche Fragen konkret noch nicht geklärt seien, ließ Schepers offen.

Bürgermeister Dr. Kai Zwicker ziegte sich dagegen nach den Referaten der Fachgutachter für Lärm, Verkehr und Umwelt sowie des Architekten bestens informiert: "Wir haben hier einen Investor, der hier bei uns einige Millionen investieren möchte und der alle offenen Fragen ausführlich beantwortet hat." Er sprach von einen "städtebaulich hervorragenden Entwurf, der es ermöglichen hilft, Kaufkraft hier am Ort zu binden" - ganz anders als es Reinhard Brunsch befürchtete. Der SPD-Fraktionschef wies auf die Gefahr hin, dass das neue Einzelhandelszentrum mit den großen Märkten Lidl und K+K "bestehende Einzelhandelsstrukturen verdrängen kann".

CDU-Fraktionschef Bernhard Probst sprach sich dafür aus, "endlich einen Endpunkt zu setzen". Schließlich hätten sich Rat und Verwaltung die Entscheidung für das neue Zentrum nicht leicht gemacht, verwies er auf den fast zehnjährigen Diskussionsprozess: "Wir sollten jetzt den Auslegungs- und im September den Satzungsbeschluss fassen", appellierte er. Dann könnte möglicherweise noch in diesem Jahr mit der inzwischen geräumten Fläche am Gabelpunkt begonnen werden. sy-

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