300.000 Euro für Heeks Sportszene: Wer alles von dem warmen Geldregen profitieren kann

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Insgesamt 300 Millionen Euro schüttet das Land NRW über das Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“ aus. 300.000 Euro entfallen dabei auf die Gemeinde Heek. Wer profitiert alles davon?

Heek

, 16.10.2019, 17:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Warmer Geldregen für alle Sportvereine in der Dinkelgemeinde: Die Kommune erhält 300.000 Euro pauschale Fördermittel aus dem Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“. Doch noch ist nicht klar, welcher der sieben Vereine wie viel und wofür bekommen wird. Das soll sich in Kürze ändern.

„Wir werden Anfang November Gespräche mit allen Sportvereinen führen und die Sache angehen“, sagt Herbert Gausling von der Gemeindeverwaltung auf Nachfrage. Hintergrund: „Wir müssen ja schauen, dass das Geld gut und sinnvoll verteilt wird.“

Das Land NRW schüttet 300 Millionen Euro Fördergelder aus

Insgesamt schüttet das Land NRW mit dem Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“ 300 Millionen Euro Fördergelder aus, von denen Sportvereine und -verbände profitieren können. Wohlgemerkt: Profi-Sportvereine sind von der Förderung ausgeschlossen. Genauso wie Maßnahmen, die der Anschaffung von Kunststoff-Granulat für Kunstrasenplätzen, der Umschuldung oder dem Kauf von Sportanlagen dienen.

Aber wie sieht es mit Kunstrasenplätzen als solches aus? Sind diese förderfähig? „Sie sind zumindest vom Grundsatz her nicht ausgeschlossen“, merkte Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses an.

Grundsätzlich ist jeder Sportverein förderfähig

Der offensichtliche Haken an der Sache: Eine solche Förderung würde vermutlich einen Großteil der Fördersumme schlucken. Und das kann nicht im Sinne der übrigen Vereine sein. Denkbar wäre beispielsweise auch die (Teil-) Finanzierung der sehnlichst von RW Nienborg gewünschten weiteren Flutlichtanlage.

300.000 Euro für Heeks Sportszene: Wer alles von dem warmen Geldregen profitieren kann

Grundsätzlich wäre das Anlegen eines Kunstrasenplatzes förderfähig, nicht jedoch die Anschaffung von Kunststoff-Granulat. © Markus Gehring

Grundsätzlich ist jeder Sportverein förderfähig, der Eigentümer der jeweiligen Sportstätte ist oder eine Sportstätte als wirtschaftlicher Träger gepachtet und ein langfristiges Nutzungsrecht (mindestens zehn Jahre) an der Sportstätte hat.

Mal eben Fördergelder einstreichen, ist nicht möglich

Außerdem muss der Sportverein seit dem 15. Oktober 2018 Mitglied in einem Stadt-, Kreis- und/oder Fachverband des Landessportverbundes NRW sein. Also schnell mal eben einen Verein gründen, um Fördergelder einzustreichen, ist nicht möglich. Aber wie funktioniert der Geldfluss überhaupt?

„Wir sind immer mit im Boot.“
Franz-Josef Weilinghoff

Die Vereine reichen ihre Projektskizzen über den Gemeindesportverband bei der Staatskanzlei ein. Dort wird entschieden, ob der Vorschlag förderfähig ist. Die Geldvergabe läuft im Anschluss über die NRW-Bank. Die Verwaltung der Gemeinde begleitet den gesamten Prozess. „Wir sind immer mit im Boot“, wie Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff es in der Sitzung formulierte.

Gemeinde kontrolliert und hilft bei der Fördergeldvergabe

Was nach strenger Kontrolle aussieht, hat für die Sportvereine aber auch Vorteile. „Prinzipiell soll das Stellen der Förderanträge einfach sein. Wir als Gemeinde können den Vereinen aber auch helfen und dies übernehmen“, erklärt Herbert Gausling.

300.000 Euro für Heeks Sportszene: Wer alles von dem warmen Geldregen profitieren kann

Laut der Förderichtlinie ist auch die Errichtung einer Flutlichtanlage förderfähig. © picture alliance / dpa

Oder aber regulierend eingreifen, sollten sich die Vereine untereinander über die Vergabe der Gelder nicht einigen. „Ich denke aber, dass die Vereine sich da einig werden“, so Gausling. Über die Website des Landesportbundes ist es sogar schon möglich, Förderanträge zu stellen.

Soweit ist man in Heek zwar noch nicht, aber: „Wir haben ja auch noch etwas Zeit.“ Und Herbert Gausling verweist darauf, dass die Gemeinde plane, den Eigenanteil von mindestens zehn Prozent pro Maßnahme in den Haushaltsentwurf 2020 einzuplanen. Damit im kommenden Jahr im Idealfall erste Maßnahmen realisiert werden können.

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