Für viele Kinder steht am 29. August die Einschulung an der Alexander-Hegius-Grundschule (AHG) an. Schulleiterin Kirsti Döbertin erklärt, was Eltern dazu wissen und beachten müssen.

Heek

, 27.08.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die Einschulung ist für Kinder in der Regel eine große Sache. Endlich lesen, schreiben und rechnen lernen. Endlich nicht mehr zu den ganz Kleinen zählen. Es beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Oder anders gesagt: der Ernst des Lebens.

Das alles gilt auch für 54 „i-Dözchen“ aus Heek, die am Donnerstag (29. August) an der AHS eingeschult werden. Und während für die Kinder die Vorfreude im Mittelpunkt steht, gilt es für die betreffenden Eltern im Vorfeld und Nachgang einiges zu beachten.

Wir haben mit Schulleiterin Kirsti Döbertin über die zentralen Punkte gesprochen. Im zweiten Teil dreht sich alles um den Schulweg und die Hausaufgaben.

Der Schulweg

Bereits vor den Sommerferien gab es für die Eltern der angehenden i-Männchen einige Informationen von der Schulleitung zu diesem speziellen Thema. Denn: Übung ist das A und O. „Wir empfehlen, dass die Eltern mit den Kindern den Schulweg mehrmals gemeinsam abgehen“, sagt Kirsti Döbertin.

So können besonders kritische Stellen, etwa das Überqueren der B70, geübt werden. Im Wesentlichen ginge es bei dieser Maßnahme um die Sensibilisierung der Kinder für die Gefahren im Straßenverkehr. Wichtig dabei: Die Kinder sollten dabei ihren Schultornister tragen. Mag komisch klingen, hat aber seinen Grund.

Was Eltern zur Einschulung ihrer Kinder an der Alexander-Hegius-Grundschule wissen sollten

Mats, Levke und Laura wissen, worauf sie im Straßenverkehr achten müssen. © Markus Gehring

„Durch den Tornister auf dem Rücken ergibt sich ein anderer Blickwinkel, gerade beim Umsehen.“ Kinder müssten dies wissen und lernen damit umzugehen.

Eltern sollten ihre Kinder am Anfang zur Schule begleiten

Prinzipiell sei es gut, wenn Eltern ihre Kinder auch zu Anfang auf dem Schulweg begleiten. „Irgendwann sollten sie ihren Kindern aber auch im Straßenverkehr vertrauen können“, so Kirsti Döbertin.

So wollen das auch die Mütter Stephanie Wessendorf und Daniela Kemper machen. Ihre Kinder Mats, Levke und Laura starten nämlich auch in das Abenteuer Schule. „Die ersten 14 Tagen werden wir sie noch begleiten“, so die Mütter.

Mütter planen Nachbarschaftsgruppen

Etwas, das ebenfalls seit Jahren praktiziert werde, seien „Eltern-Fuß-Taxis“. „Eine super Sache, bei der zum Beispiel ein Elternteil gleich mehrere Kinder auf dem Weg zur Schule begleitet. Das hat sich bewährt“, so Döbertin.

Und genau das planen Stephanie Wessendorf und Daniela Kemper. Denn nach den ersten zwei Schulwochen sollen Nachbarschaftsgruppen gebildet werden. Eine Mutter soll dann bis zu acht Kinder zur Schule begleiten. Immer im Wechsel, sodass jede betroffene Mutter mal an der Reihe ist.

Die Hausaufgaben

Generell ergänzen Hausaufgaben die schulische Arbeit. Sinn und Zweck ist es, die im Unterricht erlernten beziehungsweise erarbeiteten Dinge zu vertiefen und anzuwenden. Lehrer müssen dabei beachten, dass die Hausaufgaben im Schwierigkeitsgrad und Umfang der Leistungsfähigkeit eines Schülers entsprechen.

„Darum ist es wichtig, dass sich Eltern und Lehrer im Austausch befinden“, sagt Kirsti Döbertin. Laut Schulgesetz gilt übrigens im ersten und zweiten Schuljahr die Regel, dass die Höchstdauer von 30 Minuten für die Hausaufgaben nicht überschritten werden darf. „Benötigt ein Kind länger, sollten die Eltern das der Lehrkraft unbedingt mitteilen“, so Döbertin.

Was Eltern zur Einschulung ihrer Kinder an der Alexander-Hegius-Grundschule wissen sollten

Hier gilt es für die Kinder aufzupassen, denn nicht alle Autofahrer verhalten sich rücksichtsvoll im Straßenverkehr. © Markus Gehring

Rund um das Thema Hausaufgaben stellt Döbertin zudem klar: „Ich rate zu Gelassenheit und einem genauen Beobachten des Kindes.“ Einen Königsweg rund um das Thema Hausaufgabe gibt es aus ihrer Sicht nicht. „Das ist immer individuell und hängt von vielen Faktoren ab.“

Die Umstellung von Kindergarten auf Schule ist anspruchsvoll

Generell sei aber die Umstellung von Kindergarten auf Schule für die Kinder eine Herausforderung. „Es kann also sein, dass das Kind nach der Schule müde ist. Da würde es wenig Sinn machen, die Hausaufgaben sofort anzugehen.“ Eine Pause sei in diesem Fall ratsam.

Was Eltern zur Einschulung ihrer Kinder an der Alexander-Hegius-Grundschule wissen sollten

Ein fester Rhythmus beim Erledigen der Hausaufgaben ist laut Schulleiterin Kirsti Döbertin sehr wichtig. © dpa

Ein gesonderter Platz für die Hausaufgaben macht Sinn. Noch wichtiger sei aber der Rhythmus. „Eltern sollten ihre Kinder genau beobachten.“ So könne man herausfinden, wann die Kinder Leistungstiefs und -höhen im Tagesverlauf haben. „Ein fester Zeitpunkt für die Hausaufgaben kann sinnvoll sein, wenn er gut gewählt ist.“

Etwas, von dem die Schulleiterin komplett abrät, ist „falscher Ehrgeiz“ der Eltern. Besonders mit Blick auf die 30-Minuten-Regel. Es mache keinen Sinn, wenn Eltern ihre Kinder noch über die Hausaufgaben hinaus fordern würden. Etwa nach dem Motto: Ach, die zwei Aufgaben mehr gehen jetzt auch noch.

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