Klares Ziel: Heek soll nicht nur für Fahrradtouristen attraktiv sein

hzTourismus

Der Tourismus soll in Heek weiterentwickelt werden. Radtourismus ist wichtig und zentral, aber eben auch nicht alles. Corona macht es nicht leichter, aber erste Ideen existieren bereits.

Heek

, 03.07.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein gutes Radwegenetz und mehr Spaß als Stress beim Radeln – die Gemeinde Heek zählt zu den fahrradfreundlichsten Gemeinden bundesweit. Ein Faustpfand in Sachen Radtourismus. Doch eben auch nur ein Baustein beim Gesamtkonstrukt Tourismus und Standortmarketing. Deswegen will die Verwaltung nachlegen. Erste Ideen existieren bereits.

Dass in diesem Jahr durch die Coronakrise vieles anders als gewöhnlich ist, steht außer Frage. So musste beispielsweise das Event „Anradeln“ abgesagt werden. Jene Veranstaltung, die explizit für den Radtourismus in Heek wirbt. Doch den Kopf in den Sand stecken ist in der Dinkelgemeinde nicht angesagt.

Heek punktet mit Naturnahheit

Ute Schwietering und Heide Schiller von der Gemeindeverwaltung sind dabei, das Standortmarketing weiter voranzutreiben. Viele Ideen existieren bereits. Einige wurden schon angegangen. Andere sollen folgen. Im jüngsten Ausschuss für Sport, Kultur und Tourismus wurde darüber ein kleiner Überblick gegeben.

Jetzt lesen

Wenig verwunderlich bleibt der Radtourismus natürlich ein Schwerpunkt. Etwas, das nicht nur in Heek sondern der gesamten Region hoch im Kurs steht. „Wir können hier natürlich sehr mit der Naturnahheit punkten“, so Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff.

Gespräche sollen wieder aufgenommen werden

Nicht von der Hand zu weisen und doch soll die Gemeinde perspektivisch auch durch andere Angebote attraktiver gemacht werden. Dazu soll dann auch die Vermarktung von Pauschalangeboten dienen. Beispielsweise eine Übernachtung im Hotel am Markt und Programm im Umland oder eine Eintrittskarte zu einem Event plus ein Abendessen.

Jetzt lesen

Durch die Coronakrise, so die Verwaltung, seien die Gespräche diesbezüglich etwas ins Stocken geraten. Doch sie sollen zeitnah wieder aufgenommen werden. Interesse sei seitens der geplanten Kooperationspartner bereits signalisiert worden.

Gibt es mal Wohnmobil-Stellplätze?

Derzeit ungeklärt bleibt weiterhin die Sache mit den Wohnmobil-Stellplätzen. Eine Debatte, die sich schon jahrelang hinzieht. „Da gibt es noch immer keine Entscheidung. Wenn man touristisch etwas anbieten will, muss man aber handeln“, merkt der Bürgermeister an. „Es ist eines von vielen Themen, an das wir mal wieder ran müssen.“

Jetzt lesen

Etwas, das hingegen schon deutlich aufpoliert wurde, ist der Internetauftritt der Gemeinde. Übersichtlich und thematisch breitgefächert ist sie. Und sogar deutlich mobilfreundlicher als noch vor einigen Jahren. Einzelne Bereiche sind sogar in das Niederländische übersetzt. „Wir müssen natürlich auf allen Kanälen aktiv bleiben“, so der Bürgermeister.

Viele Kanäle müssen bespielt werden

Also auch auf den Plattformen Facebook (rund 2500 Abonnenten), Instagram (rund 1000 Abonnenten) sowie der Heek-App, die es im Play- und Appstore gibt. Laut Angaben der Verwaltung sollen rund 1400 Personen diese aktuell installiert haben. Über alle Kanäle können potenzielle Besucher umfassend über das Angebot in der Dinkelgemeinde informiert werden.

Zudem wurde der Ortsplan neu aufgelegt und mit Informationen zu Sehenswürdigkeiten versehen. Für Auswärtige zweifelsohne wichtige Informationen.

Jetzt lesen

Schwierig gestaltet sich hingegen derzeit, neue Angebote auf die Beine zu stellen. Die Anzahl der potenziellen Kooperationspartner ist laut Verwaltung begrenzt. Und Ingo Trawinski (CDU) merkte an: „In Sachen Standortmarketing können wir auch noch viel tun. Den Einzelhandel und die Gastronomie können wir noch attraktiver machen.“

Lesen Sie jetzt

Franz-Josef Weilinghoff und Markus Janning heißen die Kandidaten, die Bürgermeister in Heek werden wollen. Die Münsterland Zeitung lädt zu einer Podiumsdiskussion mit den Kandidaten ein. Von Bernd Schlusemann

Lesen Sie jetzt