Heeker Erich Münstermann (67) tritt mit „seinem“ Chor in der Hochburg der Kirchenmusik auf

hzProjektchor St. Agatha

Es ist eine besondere Reise, die für den Projektchor St. Agatha unter der Führung des Heekers Erich Münstermann und Jürgen Etzrodt auf dem Programm steht. Das Ziel ist dabei das Besondere.

Heek

, 09.11.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Idee wurde im Januar 2014 geboren. Der gebürtige Heeker Erich Münstermann (67), viele Jahre seines Lebens im Dienste der Katholischen Kirche, ging einen lang gehegten Wunsch an. Zusammen mit Jürgen Etzrodt (64) gründete er den Projektchor St. Agatha Epe.

„Hier in der Heilig Kreuz Gemeinde haben wir leider für einen Chor dieser Größe keinen Platz gefunden“, erklärt Erich Münstermann das Aufweichen auf St. Agatha. „Außerdem ist diese Gemeinde eine alte Liebe von mir.“

Der Chor hat über 100 Mitglieder

Bei über 100 Chormitgliedern ist für die Proben eben ein großer Raum mit entsprechender Akustik notwendig. „Es sind aber einige Heeker dabei, die den Weg nach Epe finden.“ In diesem Jahr alleine schon 18 Mal. So oft wurde bisher für die großen Auftritte in Salzburg vom 28. November bis 2. Dezember 2019 geprobt. „Salzburg ist das Mekka der Kirchenmusik“, erklärt Erich Münstermann.

Heeker Erich Münstermann (67) tritt mit „seinem“ Chor in der Hochburg der Kirchenmusik auf

Zu den Proben kommen regelmäßig über 80 begeisterte Sänger. © Privat

Bereits 2014 trat der Projektchor dort im Dom während der Messe und anschließend auf dem Weihnachtsmarkt auf. Das war 2015. Danach ruhten die Proben. „2018 haben wir den Chor wegen vieler Nachfragen wieder aufleben lassen“, so Erich Münstermann, der als Projektleiter praktisch das „Mädchen für alles“ ist. „Eben alles, was mit der Organisation einer solchen Reise und den Auftritten zu tun hat.“

Für die Auftrittsvorberetung sind etliche Stunden Arbeit nötig

Jürgen Etzrodt ist der Chorleiter und damit für die gesangliche Komponente zuständig. Beide Führungsköpfe gehen ihrer Tätigkeit ehrenamtlich nach. Geschätzte 1000 Arbeitsstunden alleine für die ersten Auftritt in Salzburg 2015 seien dennoch kein Problem. „Ich mache das gerne. Einer muss es ja machen.“ Dieses Mal seien es auch weniger Stunden. „Es hat sich natürlich alles etwas eingespielt.“

Heeker Erich Münstermann (67) tritt mit „seinem“ Chor in der Hochburg der Kirchenmusik auf

Erich Münstermann (l.) und Jürgen Etzrodt führen den Projektchor durch die Probe. © Privat

Ein kleines Highlight, so nennt es Erich Münstermann, werde das Singen eines Heeker Weihnachtsliedes auf Plattdeutsch sein. „Vielleicht verstehen das nicht alle, aber es geht ja um die generelle Botschaft.“ Wenn dann hunderte von Menschen vor der Bühne auf dem Weihnachtsmarkt den Platz mit Feuerzeugen und Wunderkerzen in ein Lichtermeer verwandeln würden, sei das schon etwas ganz emotionales. „Das gibt einem so viel zurück.“

Ob es ein drittes Mal gibt, steht noch in den Sternen

Zwei Proben stehen bis zu Reise und den Auftritten noch auf dem Programm. „Dann sollten wir gut vorbereitet sein.“ Ob es ein drittes Mal geben werde? Erich Münstermann überlegt einen Moment. Dann sagt er: „Das kann ich noch nicht sagen. Es hängt vor allem davon ab, wie gut alles läuft und wie die Menschen unsere Darbietung in Salzburg annehmen.“ In 2015 haben sie dieses jedenfalls auf „begeisternde“ Weise getan. „Darauf hoffen wir auch dieses Mal.“

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