Heeker Flur nach 34 Jahren bereinigt

Neuordnung

HEEK Die Grundstücke von1600 Eigentümern auf einer Fläche von 5000 Hektar neu zu ordnen, ist eine Mammutaufgabe. Nach fast 34 Jahren ist sie jetzt in Heek geschafft - ein Grund zu feiern.

03.07.2009, 20:26 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Wetter hätte nicht besser sein können: Schon bei der Begrüßung durch Jürgen Feldsmann, verantwortlicher Planer im Dezernat 33 der Bezirksregierung Münster, dem früheren Amt für Agrarordnung Coesfeld, strahlte dem erfreulichen Anlass angemessen die Sonne einladend vom Himmel.

Auf dem Marktplatz in Heek hatte sich eine bunte Schar von Gästen zusammengefunden, um zum Abschluss des Flurbereinigungsverfahrens im Rahmen einer Exkursion Revue passieren zu lassen. Feldsmann betonte, dass im Laufe dieses Verfahrens eine Menge Herausforderungen auf die Behörde, insbesondere aber auch auf die Teilnehmergemeinschaft - die Gesamtheit aller betroffenen Grundstückseigentümer - zugekommen sei.

Neben dem großen Ziel der Zusammenlegung von zersplittertem Grundbesitz und somit Verbesserung der Agrarstruktur galt es in der Bodenordnung weiterhin, Flächen für den Neu-/Bau der Autobahn 31, der Bundesstraße 67 und Landstraße 574 landwirtschaftsverträglich auszuweisen. Darüber hinaus sollte das vorhandene Wegenetz an den modernen Wirtschaftsverkehr angepasst und die wasserwirtschaftlichen Verhältnisse verbessert werden. Schließlich standen auch Begehrlichkeiten des Natur- und Landschaftsschutzes im Raum.

44 Kilometer Wege

"Das Flurbereinigungsverfahren hat wesentlichen Anteil an der guten Entwicklung unserer Gemeinde" zeigte sich Bürgermeister Dr. Kai Zwicker von der Leistungsbilanz der Bodenordnung überzeugt. Der Ausbau von 44 Kilometern Wegen und die Bereitstellung von 90 Hektar Wohn- und Gewerbegebietsflächen in Heek seien ein wichtiger Beitrag für die Infrastruktur und die Entwicklung der Gemeinde gewesen.

Beim Stopp an der "Stiege", zu deren Entwicklung die Coesfelder Behörde maßgeblich beitragen habe, erinnerte Zwicker aber auch daran, dass dem Erfolg so manche nicht einfache Diskussion vorangegangen sei. Gleichzeitig bestätige er den Vertretern der Flurbereinigungsbehörde jedoch, dass diese immer das Gemeinwohl und den Ausgleich der verschiedenen, zum Teil kontroversen Interessen im Auge gehalten haben.

Öko-Konto

Dass dabei auch neue Lösungen gefunden wurden, zeige sich an der für damals innovativen Einrichtung eines "Öko-Kontos" am Oldemölle Venneken oder auch an dem Ausbau eines Spurweges, bei dem verkehrstechnische und ökologische Belange unter einen Hut gebracht wurden.

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