IT-Infrastruktur an Heeker Schulen wird mit sechsstelliger Summe zukunftsfähig gemacht

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Tablets, Beamer und W-Lan – Dinge, die in Heek zum Schulalltag gehören. Doch die IT-Infrastruktur lässt noch zu wünschen übrig. Mit Geldern aus dem Digitalpakt soll sich das jetzt ändern.

Heek

, 03.03.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Tafeln, Kreide oder Overheadprojektoren waren jahrzehntelang fester Bestandteil in jedem Klassenraum. Doch in der heutigen Welt muten diese Dinge fast schon ein wenig wie Antiquitäten an. Für einen modernen Unterricht sind Dinge wie Tablets und Beamer gefragt. Von diesen gibt es bereits einige an den drei Schulen in der Dinkelgemeinde, doch es hapert an der IT-Infrastruktur. Da kommen die Fördergelder aus dem Digitalpakt NRW gerade recht.

286.000 Euro warten darauf, nachhaltig investiert zu werden. Insgesamt stehen deutschlandweit fünf Milliarden Euro bis 2024 zum Abruf bereit. Und um diesen Abruf geht es: Das Geld wird den Städten und Kommunen zwar zugewiesen, doch müssen sie in Zusammenarbeit mit den Schulen klar aufzeigen, wofür und wie sie die Fördergelder investieren wollen. Erstellung eines Medien- sowie eines technisch-pädagogisches Einsatzkonzeptes inklusive.

Die Fördergelder sollen nachhaltig investiert werden

Im Falle der Schulen aus der Dinkelgemeinde ist die Sache klar. „Es geht nicht darum, dass wir in jedem Klassenraum einen großen LED-TV an die Wand hängen“, stellt Jürgen Lammers, Leiter des Fachbereichs I der Gemeindeverwaltung, auf Anfrage klar. „Wir wollen das Geld nachhaltig investieren, sodass wir da auch noch in 20 Jahren etwas von haben.“

Der Unterricht an Schulen wird immer digitaler.

Der Unterricht an Schulen wird immer digitaler. Damit die Schulen in der Dinkelgemeinde dem gerecht werden können, soll das Geld aus dem Digitalpakt vor allem in die IT-Infrastruktur gesteckt werden. © dpa

„Wir wollen das Geld nachhaltig investieren, sodass wir da auch noch in 20 Jahren etwas von haben.“
Jürgen Lammers

Denn Laptops, Tablet und Co. seien eben schneller überholt, als eine nachhaltig verbesserte IT-Infrastruktur. Heißt im Klartext: Alte Kupferleitungen sollen durch Glasfaserkabel ersetzt und nur noch möglichst wenig Verteiler zum Einsatz kommen. „Je weniger vorhanden sind, desto weniger störanfällig ist alles.“ Auch das W-Lan sollen ausgebaut und optimiert werden.

Das Schulleben wird stetig digitaler

„Das Leben in den Schulen wird eben immer digitaler, dem müssen wir gerecht werden“, sagt Jürgen Lammers mit Blick auf die geplanten Maßnahmen. Eine eigens eingerichtete Arbeitsgruppe aus Mitgliedern der Verwaltung, Pädagogen und Spezialisten des Zweckverbandes KAAW (Kommunale ADV – Anwendergemeinschaft West) arbeitet bereits seit Jahren an einer Optimierung.

Für die Wartung der Technik ist bei großen Komplikationen die KAAW zuständig. Bis zu 20 Stunden Support je Woche hat die Gemeine „angemietet“. Kleine Dinge erledigen die Hausmeister. „Wir haben vor einige Jahren angefangen, sie diesbezüglich zu schulen“, berichtet Jürgen Lammers. Und das funktioniere in der Regel, zumindest bei kleinen Dingen, sehr gut. „Und die Lehrkräfte können sich so auf den Unterricht fokussieren.“

Bis Ende 2021 soll die gesamte Fördersumme investiert werden

Und wo steht derzeit die Dinkelgemeinde in Sachen Digipakt-Umsetzung? Kurz vor der Ausschreibung der Elektroarbeiten. Denn dies ist nach den Förderrichtlinien ebenfalls erforderlich. „Wir wollen noch in diesem Jahr erste Maßnahmen umsetzen“, sagt der Fachbereichsleiter. Also müssen die Arbeiten ausgeschrieben und vergeben werden. Das Gesamtvolumen von 286.000 Euro soll bis Ende 2021 investiert worden sein.

Um kleine technische Störungen kümmern sich in der Dinkelgemeinde die Hausmeister, damit die Lehrkräfte „vor der Klasse stehen können“ - mit Tablet als Hilfssmittel.

Um kleine technische Störungen kümmern sich in der Dinkelgemeinde die Hausmeister, damit die Lehrkräfte „vor der Klasse stehen können“ - mit Tablet als Hilfsmittel. (Symbolbild) © picture alliance / Julian Strate

Konkret steht in diesem Jahr etwa noch die Sanierung des PC-Raums der Kreuzschule an. „Wir wissen nach der Bestandsaufnahme jedenfalls, wo welches Kabel in der Wand liegt. Wir können anfangen.“ Und das gelte für jede Schule in der Gemeinde. Auch in Hinblick auf die IT-Ausstattung. Nur an der Infrastruktur hapert es derzeit noch.

Übrigens: Einen Anteil von zehn Prozent muss die Gemeinde in Sachen Digipakt-Finanzierung selbst tragen. So sind im Haushalt (EDV-Budget der Schulen) Gelder eingestellt, mit denen Maßnahmen aus dem Digipakt (mit-) finanziert werden können. In Zahlen: Bischof-Martin-Grundschule (22.000 Euro), Alexander-Hegius-Grundschule (35.000 Euro) und Kreuzschule (25.000 Euro).

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