Das so genannte IKEK für die Dinkelgemeinde ist auf den Weg gebracht. © Geodatenatlas Kreis Borken
Entwicklungskonzept

Jeder Heeker soll die Gemeindeentwicklung jetzt mitlenken können

Wie sich die Gemeinde Heek entwickelt, ist kein Zufall. Dahinter stecken aufwendige Planungen und politische Debatten. Jetzt aber sollen auch alle Bürger die Entwicklung mitlenken können.

Wie soll sich die Dinkelgemeinde in den kommenden Jahren entwickeln? Wo soll sie 2040 stehen? Komplexe Frage, da viele Aspekte mit ebenso vielen potenziellen Maßnahmen berücksichtigt werden müssen. Und: Ist das am Ende alles im Sinne der Heekerinnen und Heeker? Ein spezielles Konzept macht große Versprechen.

Das Wort ist sperrig: Integriertes kommunales Entwicklungskonzept – kurz IKEK. Ein solches möchte die Gemeinde gerne erstellen lassen. Dafür wurden acht Büros um die Abgabe eines Angebotes angeschrieben. Den Zuschlag erteilte der Bauausschuss kürzlich einstimmig einem Fachbüro aus Dortmund.

20-Punkte-Maßnahmenplan

Gesellschafter Hendrik Jansen stellte zuvor die Idee des IKEK im Plenum vor. Und er versprach Großes. Schlussendlich soll die Verwaltung am Ende des Prozesses, im Idealfall Ende 2022, einen 20-Punkte-Maßnahmenplan auf den Tisch bekommen, mit dem sie die Gemeindeentwicklung steuern kann.

Einfach gesagt: Die Gemeinde muss dann „nur“ noch die Maßnahmen, zum Beispiel baulicher Art, umsetzen und selbst keine Zeit mehr in die Planung etc. investieren. Doch wie soll das konkret ablaufen? Und wie können sich die Heeker einbringen?

Zentral laut Hendrik Jansen ist der ganzheitliche Ansatz. Das heißt nicht nur, dass alle vor Ort einbezogen werden, sondern auch, dass kein Aspekt, etwa der Klimaschutz, auf der Strecke bleibt. Alle Aspekte der räumlichen Planung sollen zusammengedacht werden.

Das sei, so Jansen, auch vom großen Vorteil, wenn es darum gehe, Gelder aus der Städtebauförderung zu bekommen. Etwas, das natürlich die Gemeindekasse entlasten würde. „Wir schaffen mit Ihnen gemeinsam eine Basis, mit denen Sie dann die Entwicklung der Gemeinde steuern können.“

Analyse, dann Bürgerbeteiligung

So weit so gut. Und was passiert jetzt konkret? Zunächst geht es darum, die Strukturen zu analysieren. Das betrifft Grün- und Bauräume ebenso so wie die Infrastruktur. Wo könnte oder sollte etwas gemacht werden? So lautet die Frage. Und vor allem: Was sollte gemacht werden?

Genau in diesen Prozess soll sich auch alle Heeker einbringen können. Bis Anfang 2022 soll die Analysephase – Stärken-Schwächen-Profil – der Experten laufen. Dann soll es unter anderem Workshops geben, bei denen sich jeder Bürger mit seinen Ideen und Vorstellungen einbringen kann.

Mitte 2022 soll es dann einen ersten Zwischenstand geben und bei gutem Verlauf Ende 2022 bereits den Abschluss. Also ein fertiges Konzept auf Basis der Analysen und dem Bürgerinput, indem auch eine Fördermittelakquise integriert sein soll.

Ob das am Ende alles so klappt wie geplant, wird sich natürlich noch zeigen müssen. Hendrik Jansen verbreitet jedenfalls Optimismus: „Wenn wir alle partizipieren, gerade auch die Bürger, dann wird das am Ende alles gut funktionieren.“

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