Kommentar zum Stiegen-Vandalismus: Deutlich über die Stränge geschlagen

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Die Vandalismus-Vorfälle in der Stiege sind ein Ärgernis für die Gemeinde. Fünf Jugendliche aus Heek sollen die Täter sein. Lesen Sie dazu einen Kommentar von Redakteur Till Goerke.

Heek

, 02.10.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wochenlang ermittelte die Kripo nach den Vandalismus-Vorfällen im Stiegenpark in der Halloween-Nacht 2019. Als vermeintliche Täter kristallisierten sich fünf Jugendliche aus der Gemeinde im Alter von 14 bis 16 Jahren heraus. Die Staatsanwaltschaft stellte das Ermittlungsverfahren dennoch ein.

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Jetzt könnte man natürlich sagen, dass die Sache ein „dummer Streich“ von Halbstarken war und kein Strafverfahren rechtfertigt. Doch ich sehe das anders. Die Gemeindeverwaltung hatte jede Menge Ärger mit den Vorfällen. Eine Spezialfirma musste anrücken, um die hässlichen Graffiti-Schmiereien am Unterstand für etliche hundert Euro zu entfernen. Der gesamte Sand musste ausgetauscht werden.

Jugendliche haben deutlich über die Stränge geschlagen

Und genau das sind für mich keine Folgen mehr von einem „dummen Streich“. Hier haben fünf Jugendliche deutlich über die Stränge geschlagen. Auch wenn das juristisch anders bewertet wurde. Und da möchte ich gar nicht wissen, aus was für Familienverhältnissen die Halbstarken stammen. Stichwort Erziehung.

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Ich begrüße es aber, dass die Gemeinde die zivilrechtliche Schadensersatzpflicht prüft. Wenn sich schon die Kinder nicht benehmen können, sollten wenigstens die Erziehungsberechtigen finanziell für den entstandenen Schaden aufkommen.

Wobei es eigentlich viel besser wäre, wenn die fünf Chaoten Sozialstunden in der Kommune leisten müssten. So würden sie wenigstens für ihr Fehlverhalten selbst geradestehen. Leider wohl nur reines Wunschdenken.

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