Kreisel kommt in die Ortslage

Mehr Sicherheit für Radfahrer Thema

31.05.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zum Thema nahmen als Experten Bernhard Sieverding, Abteilungsleiter Verkehrslenkung und -sicherheit beim Kreis Borken, und Ludger Kremer von der Polizeiinspektion Nord Stellung. Sie stellten grundsätzlich fest, dass die Regelungen für Radfahrer in Kreisverkehren unterschiedlich gehandhabt werden und sich erst in den letzten Jahren ein Standard herausgebildet habe. In der Regel würden innerorts die Radfahrer mit dem KFZ-Verkehr durch den Kreisel gelenkt, außerorts jedoch separat um ihn herumgeführt - so wie beim Kreisverkehr in der Stroot. Dies sei bei einer gemessenen Verkehrsbelastung von knapp über 2000 Fahrzeugen täglich auch kein Problem, wie die Fachleute übereinstimmend feststellten - der Polizei sind seit Anfang 2003 dort nur zwei Unfälle bekannt geworden, beide ohne Beteiligung von Radfahrern. Aktuelle Beobachtungen vor Ort hätten ebenfalls keine besonderen Auffälligkeiten ergeben, stellte Kremer fest. Sein Fazit: «Sorgen mache ich mir hier aus polizeilicher Sicht überhaupt keine.» Auch mache ein Zebrastreifen dort - wenn er umsetzbar wäre - gar keinen Sinn, da bereits Mittelinseln als Querungshilfen dienten und Radfahrer auf einem Zebrastreifen ohnehin keine Vorfahrt hätten, so Sieverding. Die bereits gute Übersichtlichkeit der Arme des Kreisels könne allerdings durch Zurückschneiden des Bewuchses noch weiter verbessert werden. Dennoch: Der Fachausschuss wollte die Bedenken der Bürger nicht auf die leichte Schulter nehmen und beschloss, das Ortsschild versetzen zu lassen, um den Kreisverkehr Stroot/Leuskesweg in die Ortslage zu bekommen. Somit würden auch die Radfahrer künftig durch den Kreisel geführt, zusätzliche Markierungen eines Innenrings sollen dies für alle sichtbar kennzeichnen. mel Von den etwa 90 Kreisverkehrsplätzen im Kreisgebiet sind höchstens zehn im Sinne von Unfallhäufungspunkten auffällig geworden, zwei davon im Zusammenhang mit Radfahrern.

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