Legale Alternative zeigen

Heek Es scheint alles so einfach. Wenige Mausklicks im Internet, und schon haben jugendliche Musikfans die aktuellen Musikhits aus den Charts auf ihrem MP3-Player - angeblich kostenlos.

06.02.2008, 19:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Stefan Hilbring, Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins <p></p> TauschNix, sprach mit den Schülern. Gausling</p>

<p>Stefan Hilbring, Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins <p></p> TauschNix, sprach mit den Schülern. Gausling</p>

Doch der schöne Schein von kostenloser Musik ist in den meisten Fällen auch schnell wieder verflogen. Oft wird die Musik nämlich illegal über Tauschbörsen im Internet bezogen, und Abmahnungen flattern ins Haus. Zwischen 3000 und 10 000 Euro werden in diesen Schreiben von der Musikindustrie gefordert als Strafe für das Nutzen der illegalen Tauschbörsen.

Dass diese Schreiben gar nicht so selten sind, haben 250 Schülerinnen und Schüler der Kreuzschule Heek bei einer Veranstaltung des gemeinnützigen Vereins TauschNix am Dienstag gesehen.

"Wer ist denn selbst schon abgemahnt worden, weil er in Internet-Tauschbörsen aktiv war, oder wer kennt jemanden, dem das passiert ist?", fragt der Vorsitzende des Vereins, Stefan Hilbring. Und tatsächlich gehen etliche Finger in die Höhe. "Meinem Onkel ist das schon passiert, 5000 Euro sollte der zahlen", wirft eine Schülerin in die Runde, und ein Mitschüler ergänzt: "Bei einem Bekannten hat die Polizei sogar den Rechner mitgenommen." Genau das sind ganz alltägliche Beispiele, weiß Hilbring: "Wie nah das an den Leuten dran ist, sehen wir bei jeder Aufklärungsveranstaltung aufs Neue. Viele wissen nicht mehr, was noch legal ist."

Legale Alternativen

Martina John, Schulleiterin der Kreuzschule in Heek, freute sich über den Besuch von TauschNix: "Uns haben die Eltern gebeten, eine Infoveranstaltung für die Schüler zum Thema Gefahren von Musik-Tauschbörsen im Internet zu organisieren", erklärt die Lehrerin und fügt noch hinzu: "TauschNix zeigt neben den Gefahren dieser Tauschbörsen aber auch legale und praktikable Alternativen auf. Das hat den Schülern gut gefallen." Besonders das Aufzeigen legaler und gleichzeitig praktikabler Alternativen sei wichtig, betont der Vorsitzende von TauschNix, Stefan Hilbring. Eines dieser Programme kommt aus der Ahauser Softwareschmiede Tobit.Software. Das kostenlose Programm ClipInc sorgt für legale Musik auf den MP3-Spielern und erkennt Filesharing-Programme auf dem Rechner. Eine praktikablere Methode gibt es zur Zeit nicht, betont Hilbring. Weitere Infos sind im Internet erhältlich.

www.tauschnix.de

<p>Viel Gesprächsbedarf hatten die Schüler. Auch kostenlose Software konnten sie mit nach Hause nehmen.</p>

<p>Viel Gesprächsbedarf hatten die Schüler. Auch kostenlose Software konnten sie mit nach Hause nehmen.</p>

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