Ludgerus-Haus: Zwei Wohnbereiche offenbar nicht von Infektionen betroffen

hzErgebnis der Reihentestung

Neun Mitarbeiter und 13 Bewohner des St.-Ludgerus-Hauses in Heek sind mit dem Coronavirus infiziert. Am Sonntagabend gab es gute Nachrichten: Zwei Wohnbereiche sind nicht betroffen.

Heek

, 15.11.2020, 10:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im St.-Ludgerus-Haus haben sich bisher 13 Bewohner und neun Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Das hat der Kreis Borken am Samstagabend bestätigt. Damit liegt das Ergebnis der ersten Reihentestung vor.

In dem Heeker Seniorenheim war in der vergangenen Woche zunächst ein 90-jähriger Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden. Da jedoch auch zwei Mitarbeiter Grippesymptome zeigten, waren am Donnerstag 48 Bewohner und Mitarbeiter getestet worden. Die Ergebnisse hatte der Caritasverband Ahaus-Vreden als Träger der Einrichtung mitgeteilt.

Mitarbeiter des Kreises Borken sollen im Laufe des Sonntags alle Kontaktpersonen der positiv getesteten Personen anrufen. Für den Pflegebereich des Ludgerus-Hauses wurden als Sofortmaßnahme die positiv getesteten Bewohner von den übrigen Mitbewohnern getrennt.

Wegen der Zahl der erkrankten Mitarbeiter in der Einrichtung ist die Personalplanung im Seniorenheim St. Ludgerus aktuell eine große Herausforderung.

Wegen der Zahl der erkrankten Mitarbeiter in der Einrichtung ist die Personalplanung im Seniorenheim St. Ludgerus aktuell eine große Herausforderung. © Stephan Rape

Betroffen sei laut Information des Caritasverbands derzeit nur ein Wohnbereich der Einrichtung. Insgesamt verfügt das St.-Ludgerus-Haus über drei Wohngruppen, die nach dem Hausgemeinschaftskonzept leben und arbeiten.

Weitere Schutzmaßnahmen werden mit dem Kreis abgestimmt

Für die weiteren Schutzmaßnahmen sei der Caritasverband in enger Abstimmung mit dem Kreis Borken, erklärt Christian Bödding, Referent für Öffentlichkeitsarbeit beim Caritasverband. Dazu zähle unter anderem das Tragen erweiterter Schutzkleidung für die Mitarbeiter.

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Aktuell sei auch die Personalplanung eine große Herausforderung. Allein schon wegen der Zahl der erkrankten Mitarbeiter in der Einrichtung. Eins macht Christian Bödding dabei deutlich: Es habe Gerüchte gegeben, wonach eine Mitarbeiterin aus dem Wohnbereich des 90-Jährigen in einen anderen Wohnbereich gewechselt sei. „Dies trifft nicht zu“, so Christian Bödding. Einen Wechsel in einen anderen Bereich des Hauses habe es nicht gegeben.

Kreis informiert die Angehörigen

Die Angehörigen der betroffenen Bewohner wurden noch am Sonntag durch den Kreis Borken informiert. Auch das St.-Ludgerus-Haus hält Kontakt zu ihnen. Der Caritasverband zog noch am Samstagabend die für Heek zur Verfügung stehenden Antigen-Schnelltests zusammen.

Am Sonntagabend gab es zumindest eine gute Nachricht: Alle durchgeführten Schnelltests in den beiden nicht betroffenen Wohnbereichen brachten ein negatives Testergebnis. Sobald weitere Schnelltests zur Verfügung stehen, werden auch Mitarbeiter der Einrichtung getestet.

Schnelltests sind noch nicht ausreichend vorhanden

„Leider stehen erst 300 Schnelltests zur Verfügung“, berichtet Matthias Wittland, Vorstand für das Ressort Pflege beim Caritasverband. „Sobald weitere Antigen-Schnelltests zur Verfügung stehen, werden auch Mitarbeiter getestet“, erläutert er. Wann dies der Fall sein wird, hängt von der Lieferkette ab. Bestellt hat der Caritasverband für alle seine Einrichtungen und Dienste insgesamt 70.000 Schnelltests.

Welche weiteren Schutzmaßnahmen für das St.-Ludgerus-Haus getroffen werden, wird der Kreis Borken in Abstimmung mit der Einrichtung festlegen. Das Seniorenheim war in der vergangenen Woche bereits an zwei Tagen für Besucher gesperrt. Ein Besuchsverbot für die komplette Einrichtung sei im Moment nicht geplant. Einzig der betroffene Wohnbereich ist gesperrt. Der Caritasverband bittet mit Blick auf das Infektionsgeschehen dennoch alle Angehörigen, wenn möglich aktuell auf Besuche zu verzichten.

Am Mittwoch, 18. November, folgt die zweite Reihentestung des betroffenen Wohnbereichs durch den Kreis Borken.

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