Warum die Burg Nienborg jetzt auch nachts in voller Pracht erstrahlt

Beleuchtungskonzept

Das Beleuchtungskonzept für das historische Gebäude in Nienborg wird noch in dieser Woche scharf geschaltet. Testläufe haben gezeigt: Die Illumination ist beeindruckend.

von Alex Piccin

Heek

, 03.09.2019, 15:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Warum die Burg Nienborg jetzt auch nachts in voller Pracht erstrahlt

Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff und Sabine Nöldemann bei der Vor-Ort-Besichtigung © Alex Piccin

Besucher oder Anwohner, die sich zu fortgeschrittener Abendstunde oder früh morgens auf das Gelände der Burg begeben, haben die Testläufe wahrscheinlich bereits mitbekommen: Die im Rahmen des Beleuchtungskonzepts erarbeitete Illumination der historischen Gebäude ist Wirklichkeit geworden.

„Am Freitag wird alles scharfgeschaltet“, sagt Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff. Es steht dann ein letzter Probelauf vor dem Akademiefest am Samstag an. Die neuen Strahler werden zunächst zeitlich an die Straßenbeleuchtung gekoppelt.

Anwohner können Beleuchtung abschalten

„Gegebenenfalls strahlen wir den Kirchturm die ganze Nacht an, wobei das beispielsweise zwischen 1 und 4 Uhr nicht nötig wäre“, sagt Sabine Nöldemann von der Gemeindeverwaltung.

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Die Strahler sind – wo nötig – in Absprache mit den privaten Eigentümern verbaut worden. „Da gab es keine Probleme“, versichert der Bürgermeister. Ihnen steht die Möglichkeit offen, die Beleuchtung über einen zentralen Übergabepunkt bei gewissen Anlässen abzuschalten.

Die Gemeinde stellt sich auf Anregungen aus der Bevölkerung ein

Dies dürfte aber selten der Fall sein, wenn es nach Helmut vom Hove vom Haus Keppelborg geht: „Die Beleuchtung ist toll, vor allem im Winter wird sie zur Geltung kommen, wenn die Tage kürzer werden.“

„Dies ist ein weiterer Baustein zur Dorfentwicklung.“
Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff

Die Gemeinde stellt sich auf Anregungen aus der Bevölkerung ein und behält sich die Anpassung der Beleuchtungszeiten vor. Erste Tests hätten ergeben, dass die angestrahlten historischen Gebäude zum Teil auch von der Autobahn aus zu sehen seien.

87.000 Euro kostet die Konzept-Umsetzung

Die Umsetzung des Beleuchtungskonzeptes hat ein gutes Jahr gedauert, die Idee hingegen schlummerte bereits seit einigen Jahren. Längere Lieferzeiten der Materialien haben einerseits den Verzug verschuldet, andererseits sollte ein Großteil der veranschlagten 87.000 Euro aus Fördermitteln gestellt werden.

Bis die Anträge reif sind, dauere es eine gewisse Zeit. Das Leader-Projekt unterstützt das Vorhaben mit einem Fördersatz über 65 Prozent. Die Gemeinde steuert die übrigen 30.500 Euro bei.

„Dies ist ein weiterer Baustein zur Dorfentwicklung. Als nächstes steht ein Parkkonzept für das Burggelände an“, sagt Weilinghoff.

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