Notfalls ohne Investor

Heek Wenn sich bis zum 29. Januar kein Investor für die Wohnbebauung des Bereiches Up'n Hoff im Herzen Heeks findet, wollen Gemeindeverwaltung und Kirchengemeinde Heilig Kreuz selbst das Siegerkonzept des städtebaulichen Wettbewerbs umsetzen.

08.01.2008, 18:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das schlägt Bürgermeister Dr. Kai Zwicker in Absprache mit der kirchlichen Rendantur in Ahaus heute Abend den Mitgliedern des Bauausschusses vor.

"Wir haben in den vergangenen Monaten gemeinsam nach Interessenten gesucht und auch einige Gespräche geführt", blickt Zwicker auf Anfrage der Münsterland Zeitung zurück. Die finanziellen Vorstellungen zwischen der Kirchengemeinde als Grundstückseigentümerin und den potenziellen Investoren deckten sich aber bislang nicht. Weiter zu warten, ist nach Zwickers Ansicht keine sinnvolle Handlungsoption. "Wir möchten das Siegerkonzept möglichst bald umsetzen", betont er, "und es auf keinen Fall verwässern" - etwa durch immer wieder neue Konzessionen an einen Investor. "Dörflich und mit Anspruch", so beschreibt der Bürgermeister den Entwurf des Ahauser Architekturbüros Farwick und Grote - genau das Richtige für ein Grundstück in derart exponierter Lage wie Up'n Hoff, wie er meint: "direkt auf der Nahtstelle zwischen dem Zentrum, Stiegenpark und Wohngebiet".

Konkret bedeutet der Vorschlag: Die Gemeinde führt die Bauleitplanung durch, schreibt die Gestaltungsrichtlinien fest - strenger als sonst üblich, um die "Qualitäten des Wettbewerbsbeitrages sicher zu stellen", wie es in der Sitzungsvorlage für heute heißt - und führt die Erschließung der Fläche durch. Die Kirchengemeinde wiederum sorgt für die Vermarktung der elf bis 16 Wohneinheiten - nicht in einem Stück, sondern nach und nach..

300 000 Euro im Etat

300 000 Euro sollen nach Vorschlag der Verwaltung vorsorglich in den Haushaltsplan eingestellt werden als Mittel für die Durchführung der Erschließungsmaßnahmen, mit denen die Gemeinde - vorausgesetzt, die Kirchengemeinde einigt sich nicht doch noch mit einem Investor - möglichst bald beginnen möchte.

Dieses Geld sei nicht nur eine sinnvolle, sondern auch eine rentierliche Investition: "Die meisten Erschließungsmaßnahmen werden uns ja später zurück erstattet", so Zwicker. Außerdem seien in der Summe - noch handelt es sich um einen Schätzwert - auch die Kosten für den Bau von 21 Parkplätzen enthalten, von denen die Gemeinde ohnehin einige übernehmen werde. sy-

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