Rund 15 Gramm Marihuana fand die Polizei bei einem 28-jährigen Schermbecker. (Symbolbild) © picture alliance/dpa
Marihuana-Fund

Polizei findet Drogen: Heeker muss nach Hausdurchsuchung vor Gericht zittern

Hausdurchsuchung, ausgewertete WhatsApp-Chats: Ein Heeker musste sich jetzt wegen Drogenbesitzes vor dem Amtsgericht in Ahaus verantworten. Die Verhandlung aber nahm ein unerwartetes Ende.

Es ist rund zwei Jahre her, dass die Polizeibeamten unvermittelt vor der Tür des heute 22 Jahre alten Heekers standen. Die folgende Hausdurchsuchung brachte – wenn auch in geringem Umfang – belastendes Material zu Tage: So fanden die ungebetenen Besucher 1,02 Gramm Marihuana. Das war aber nicht alles: In den auf seinem sichergestellten Smartphone befindlichen WhatsApp-Chats hatte der junge Mann in mehreren Chargen insgesamt zwölf Gramm bestellt.

„Ich gehe davon aus, dass das Verabredungen von Erwerbshandlungen sind“, erklärte der Richter. Nur der tatsächliche Erwerb konnte dem Angeklagten am Montag nicht nachgewiesen werden.

Blieb letztlich nur noch der Besitz der 1,02 Gramm Marihuana. Den räumte schließlich auch der Angeklagte, der zuvor geschwiegen hatte, ein. „Ich konsumiere nicht mehr“, erklärte er auf Nachfrage.

Der junge Mann hat, so stellte er es dar, sein Leben seit der Durchsuchung vor zwei Jahren geändert. Das sah auch die Drogenberatungsstelle Gronau in ihrer Stellungnahme so, die er zu Gesprächen aufgesucht hatte im Zusammenhang mit zwei vorherigen Verfahren wegen Drogen. „Damals gab es ein Problem mit Marihuana“, so der Staatsanwalt. „Jetzt haben wir eine positive Entwicklung.“

Dieser Einschätzung folgte auch der Richter, der letztlich eine Geldstrafe in Höhe von 200 Euro aussprach – und dem Angeklagten eine eindringliche Warnung mit auf den Weg gab: „Beim nächsten Mal würden sie nicht nochmal nach Jugendstrafrecht behandelt.“ Das könne dann auch eine Gefängnisstrafe nach sich ziehen.

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