So setzen Heeks Grundschulen Corona-Vorgaben und Empfehlungen um

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Wie setzen Heeks Grundschulen in Zeiten steigender Infektionszahlen die Corona-Vorgaben und Empfehlungen um? Wir haben nachgefragt und dabei Gemeinsamkeiten und Unterschiede festgestellt.

Heek

, 04.11.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schnell steigende Infektionszahlen und ein Teillockdown – die zweite Welle der Corona-Pandemie hat auch den Kreis Borken mit voller Härte getroffen. Umso wichtiger, dass es in den Schulen ein strenges Hygienekonzept gibt. Doch wie sieht das mit Blick auf Masken und Lüften in Heeks Grundschulen aus? Im Grundsatz identisch und doch gibt es Unterschiede.

Eines vorweg: Eine Verpflichtung, die Maske auch am Platz während des Unterrichts zu tragen, gibt es für Grundschulkinder aktuell nicht. Die Verpflichtung greift erst ab der fünften Klasse. Auf den Fluren und dem Pausenhof gilt sie aber, die Maskenpflicht. Doch vom Corona-Krisenstab des Kreises Borken gibt es mit Blick auf den Unterricht einen eindringlichen Appell: Grundschüler sollten auch währenddessen eine Mund-Nasen-Maske tragen.

Keine negativen Eltern-Rückmeldungen

Wie also handhaben das die Alexander-Hegius-Grundschule im Ortsteil Heek und die Bischof-Martin-Grundschule in Nienborg? „Wir haben den Appell als dringende Bitte an die Eltern unserer Schulkinder weitergegeben und sie über unseren Schulserver IServ informiert“, berichtet AHG-Schulleiterin Kirsti Döbertin auf Anfrage der Reaktion.

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Erfreulich sei, so die Schulleiterin, dass es keinerlei negative Reaktionen auf die Bitte gegeben habe. Kinder und Eltern würden geschlossen mitziehen. „Unser gesamtes Team ist für die Thematik sensibilisiert und erklärt den Kindern auch, wie wichtig das mit der Maske für uns alle ist“, führt Kirsti Döbertin aus. An der AHG wird also immer und überall eine Maske getragen. „Und wenn ein Kind mal nicht mehr kann, finden wir schnell eine individuelle Lösung.“

Auf regelmäßiges Stoßlüften wird streng geachtet

An der Bischof-Martin-Grundschule sieht die Sache etwas anders aus. Selbstverständlich gelten auch dort Maskenpflicht auf dem Flur und dem Pausenhof. Auch regelmäßiges Händedesinfizieren gehört dazu. Doch am Platz würden die Kinder, so erklärt es Schulleiterin Bernadette Nabers, nicht einheitlich die Maske tragen. „Es ist aber natürlich auch nicht verboten, dies zu tun.“ Doch verlasse ein Kind den Platz, dann müsse die Maske natürlich aufgesetzt werden.

Sehr streng werde in beiden Schulen auf das regelmäßige Stoßlüften geachtet, wie Kirsti Döbertin und Bernadette Nabers hervorheben. Das Verfahren an der Bischof-Martin-Grundschule erklärt Nabers wie folgt: „20 Minuten nach Stundenbeginn für 5 Minuten Fenster auf, in allen Pausen Fenster auf, ansonsten immer zu.“

Kinder in Nienborg nehmen Schutzmaßnahmen gut auf

An der AHG werden zudem die Fenster auf Kipp gelassen, um einen regelmäßigen Luftaustausch zu ermöglichen. Noch sei das bei den Temperaturen möglich. Und jedes Kind habe, so Kirsti Döbertin, stets zwei Ersatzmasken dabei. „Falls mal eine zu durchnässt ist oder kaputtgeht.“

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Übrigens haben auch die Kinder an der Bischof-Martin-Grundschule die Corona-Schutznahmen „gut aufgenommen“. So umschreibt es Bernadette Nabers. Und fügt hinzu: „Es wird zwar manchen Kindern kalt, aber dazu haben wir extra eine zusätzliche Jacke mitbringen lassen.“

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Beide Schulleiterinnen eint zudem der Wunsch und die Hoffnung, die Schulen so lange wie nur irgendwie möglich, offen zu halten. Genau das hob auch noch Anfang der Woche Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hervor. Denn trotz steigender Corona-Zahlen sei der Präsenzunterricht ein unverzichtbarer Bildungszugang für Kinder und Jugendliche.

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