Unverhoffter Zuspruch für Anliegen der KAB

Sanierung ehemaliges Tennisheim

Der Antrag der Katholischen Arbeiter-Bewegung Heek (KAB) auf finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde bei der Sanierung des ehemaligen Tennisheims beschäftigt die Heeker Politik schon seit Wochen. Eine Lösung ist noch nicht in Sicht. Indes: Die KAB hat es nicht eilig und favorisiert eine langfristige Alternative.

HEEK

, 08.02.2015, 18:46 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Zahn der Zeit nagt schon länger am ehemaligen Tennisheim.

Der Zahn der Zeit nagt schon länger am ehemaligen Tennisheim.

Nach dem Schul- und Sportausschuss hat nun auch der Bauausschuss das Thema Sanierung des ehemaligen Tennisheims vertagt. Der Antrag der KAB, die dort Lagerungs- und Versammlungsräumlichkeiten nutzt, das marode Gebäude zu sanieren, stellt die Politik vor eine schwierige Aufgabe.

Bei einer Besichtigung Ende Januar hatte die Verwaltung festgestellt, dass die vom KAB-Vorsitzenden Klaus Dertmann in seinem Schreiben vom November 2014 aufgelisteten Mängel den Tatsachen entsprechen. "Die Mängel sind da", bestätigte Bauamtsleiter Herbert Gausling in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses.

Die Gemeinde müsse sich indes die Frage stellen, wie das Gebäude künftig zu nutzen sei. "Wir glauben: Zunächst sollte man schauen, wie die Schäden am Dach sind und was es kosten würde, das zu sanieren", sagte er.

Hermann-Josef Schepers (SPD) wollte zunächst ganz andere Fragen beantwortet haben. "Wir wissen gar nicht, wie die Eigentumsverhältnisse sind", sagte er. "Wenn es nach uns ginge, würden wir der KAB das Gebäude überlassen", sagte er. "Die Bewirtschaftungskosten sollte die Gemeinde übernehmen, damit da auf Dauer eine Bleibe für die KAB ist." Das sah auch Walter Niemeyer (CDU) so: "Wir brauchen Planungssicherheit für die KAB", sagte er, "besonders, wenn sich eine Sanierung nicht lohnt."

Grundsatzlösung angepeilt

Dertmann sagte in der Sitzung dazu: "Wir sprechen da mit Sicherheit nicht über eine kleine Summe." Daher sei es eventuell angeraten, nach einer günstigeren Lösung zu gucken. Aber dazu müsse eben zuerst einmal eine Kostenschätzung für die Sanierung des Tennisheims her. Es gehe darum, eine Grundsatzregelung zu finden.

Dass im Hintergrund bereits nach einer Alternativlösung gesucht wird, bestätigte Dertmann im Gespräch mit der Münsterland Zeitung. "Uns ist es wichtig, ein langfristiges Konzept zu erstellen", erklärte Dertmann. "Ich kann die Kosten für die Sanierung schlecht einschätzen, aber ich denke, dass es langfristig auf eine andere Lösung hinausläuft." Er sei eben auch kein Freund davon, das Geld zum Fenster heraus zu werfen. "Ich weiß nicht, ob sich das lohnt, Hunderttausende auszugeben, damit wir ein bis zwei Mal im Monat ein Treffen abhalten."

Lagerraum fürs Feldlager

Der Raum werde vorrangig als Lager genutzt - dies wird allerdings dringend benötigt. Einmal jährlich führe die KAB für 250 Kinder die Stadtranderholung durch, rechnete Dertmann vor. Es gehe um eine Menge Material. "Dazu gehören Gaskocher, Brenner, vier größere Pavillons, drei größere Grills, und von Pommesschalen über Besteck bis hin zu Töpfen - alles, was zu einer Feldküche dazugehört."

Etwa 90 Quadratmeter brauche die KAB dafür. Es gebe bereits erste Gespräche in Richtung einer anderen Lösung, aber das sei noch nicht spruchreif. Und - so die gute Nachricht - die Zeit drängt nicht. "Es eilt jetzt nicht so. Das Gebäude wird nicht von heute auf morgen zusammenbrechen." Und Dertmann ist voll des Lobes für die politischen Parteien: "Dass wir so viel Zuspruch bekommen haben - von der SPD wie von der CDU - damit haben wir nicht gerechnet."

 

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