Verdi zeigt sich als schlechter Verlierer im „Spiel“ um die verkaufsoffenen Sonntage

hzKommentar

Die Gewerkschaft Verdi hat vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster gegen die Gemeinde Heek eine Schlappe kassiert. Dazu ein Kommentar von Redakteur Till Goerke.

Heek

, 18.11.2019, 15:37 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Gewerkschaft Verdi wollte verhindern, dass die Geschäfte in Heek in diesem Jahr an noch zwei Sonntagen ihre Türen zum Verkauf öffnen dürfen. Dafür zog Verdi juristisch das Mittel des Eilantrages. Und kassierte vor dem OVG in Münster eine durchaus überraschende Niederlage. Schließlich hatte die Gewerkschaft in ähnlich gelagerten Fällen schon des Öfteren Erfolg. Nicht aber so in Heek.

Die Geschäfte durften und dürfen in diesem Jahr ihre Türen an den auserkorenen Sonntagen zu Verkaufszwecken öffnen. So weit, so gut. Niederlagen gehören im Leben eben dazu. Doch deswegen muss man noch lange kein „schlechter Verlierer“ sein. Doch genau als solcher präsentiert sich Verdi aktuell.

Denn seit Bekanntwerden der juristischen Niederlage äußert sich die Gewerkschaft trotz mehrfacher Anfragen dieser Zeitung nicht mehr zu dem (Eil-) Verfahren. Die Begründung aus der Pressestelle, die für dieses Verfahren zuständige Kollegin sei ausgerechnet jetzt auf einer mehrtägigen Fortbildung, klingt schlicht an den Haaren herbeigezogen.

Dass dieselbe Dame keine Anrufe erhalten haben will, und dies schriftlich über Dritte mitteilen lässt, setzt der Sache die Krone auf. Und dass sich sonst niemand bei Verdi befähigt sieht, Stellung zu beziehen, ist komisch.

Nein, für mich ist das ist sogar schlechter Stil. Und einer vergebene Chance, Größe im Angesicht einer unerwarteten Niederlage zu zeigen.

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