Zu hohes Corona-Risiko: Event „Filmschauplätze“ bekommt keine Chance

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Die Vorfreude auf den Filmabend am 9. Juli war riesig. Endlich sollte Heek Teil des Events „Filmschauplätze“ der Filmstiftung NRW werden. Und bis zuletzt lebte die Hoffnung trotz Corona.

Heek

, 21.06.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bereits im April wackelte das Event „Filmschauplätze 2020“ ganz gewaltig wegen der Corona-Krise. Doch Projektleiterin Anna Fantl und Heeks Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff hatten bis zuletzt die Hoffnung, das Event trotz Krise unter besonderen Hygienevorkehrungen ausrichten zu können. Doch diese Hoffnung ist jetzt gestorben. Das Event fällt komplett aus. Das ist für Heek ganz besonders bitter.

Schon lange kämpft Franz-Josef Weilinghoff dafür, das Event in die Dinkelgemeinde zu holen. Dieses Jahr hat es mit der Bewerbung endlich geklappt. Für die kleine Gemeinde Heek eine große Sache. Der Klanggarten der Landesmusikakademie sollte am großen Filmabend (9. Juli) der Austragungsort sein.

Film- und Medienstiftung NRW macht Rückzieher

Doch kürzlich machte die Film- und Medienstiftung NRW mit Sitz in Düsseldorf einen Rückzieher. Jene Stiftung, die für die Ausrichtung des Events zuständig ist. Geschäftsführerin Petra Müller begründet diese Entscheidung mit der Pandemie-Vorsorge. Anders gesagt: Der Stiftung war das Risiko für solch ein Event in Zeiten der Coronakrise zu groß. Nicht nur in Heek, sondern allgemein. Die Information ging per Mail an alle geplanten Teilnehmer.

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Zur Erklärung: Das Event sah 19 Orte, 19 Filme und freien Eintritt vor. An jedem Ort sollte ein anderer, auf die Umgebung abgestimmter, Film gezeigt werden. Dabei stellt die jeweilige Gemeinde für den Abend die Infrastruktur, ein Rahmenprogramm (Catering/Picknick) und entrichtet einen finanziellen Beitrag von 1500 Euro an die Stiftung.

Eine bedauerliche Entscheidung für Heek

„Die Entscheidung der Filmstiftung NRW ist zwar nachvollziehbar, aber für uns sehr bedauerlich“, sagt Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff auf Anrage. Vor allem, wenn man bedenkt, dass für den Filmabend in Heek ganz vorsichtig mit 300 bis 500 Zuschauern kalkuliert wurde. Ein Wert, der weit unter der Grenze von Großveranstaltungen liegt, die jetzt bis Ende Oktober untersagt sind.

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„Wir hätten das gerne in den kommenden Sommerferien organisiert und damit zeigen wollen, dass ein familientaugliches Kulturevent durchaus auch in Zeiten einer Pandemie möglich ist. Wenn sich alle an die neuen Regeln halten – und daran habe ich keinen Zweifel –, dann ist das durchaus organisierbar“, stellt der Bürgermeister klar.

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Doch was heißt der Ausfall jetzt für Heek? Ist die Gemeinde dann wenigstens in 2021 wieder automatisch dabei oder muss eine neue Bewerbung erfolgen? Dazu sagte Projektleiter Anna Fantl gegenüber der Redaktion: „Wenn das Event ausfällt, sind alle Kommunen, die 2020 dabei sein sollten, auch 2021 dabei – wenn sie denn wollen.“ Daran dürfte in Heek kein Zweifel bestehen.

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