Die AfD hat in Ascheberg im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 an Stimmen verloren. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild
AfD in Ascheberg

AfD verliert Boden in Ascheberg: Davensberg hat Alternative wenigste Stimmen gegeben

Sie konnten schon 2017 nur wenige Stimmen für sich gewinnen, bei dieser Bundestagswahl waren es noch weniger: Die Alternative für Deutschland überzeugt vor allem die Davensberger nicht.

Die selbsternannte Alternative für Deutschland (AfD) hat auch bei dieser Bundestagswahl nur wenig Boden in der Gemeinde Ascheberg gewinnen können. Sie hat sogar 1,7 Prozent verloren – analog zum Bundestrend. 2021 haben 415 Personen in der Gemeinde der AfD ihre Zweitstimme gegeben. Bei der Bundestagswahl 2017 hatten in Ascheberg insgesamt 5,74 Prozent der Bürgerinnen und Bürger für die Landesliste der AfD gestimmt, das entsprach damals 553 Stimmen. Einen Direktkandidaten gab es damals nicht.

Im Ortsteil Ascheberg haben bei dieser Wahl 137 Wählerinnen und Wähler der Alternative für Deutschland ihre Erststimme gegeben. Das waren 5,6 Prozent der Erststimmen. Bei den Zweitstimmen waren es 144 Wähler und damit 5,8 Prozent. Das ist ein deutlicher Rückgang gegenüber 2017, als noch 211 Personen im Ortsteil Ascheberg per Zweitstimme für die AfD wählten.

25 der Erststimmen wurden im Wahllokal in der Grundschule der Gemeinde Ascheberg abgegeben (Wahlbezirk 1), 52 in der Mensa der Profilschule (Wahlbezirk 2). Auch der Wahlbezirk 3 und 4 wählte in der Profilschule, der Wahlbezirk 3 gab in 32 Fällen der AfD ihre Erststimme und in 48 der Wahlbezirk 4.

Davensberg hat der AfD die wenigsten Stimmen gegeben

Für die Landesliste der AfD (Zweitstimme) haben in der Grundschule der Gemeinde 32 Personen gestimmt, was 6 Prozent der Stimmen ausmacht. In der Mensa der Profilschule waren es 34 Stimmen (5,8 Prozent), die Wahlbezirke 3 und 4 gaben 26 (3,6 Prozent) und 52 (8,3 Prozent) ihrer Stimmen.

In Davensberg konnte die AfD in den Wahllokalen selber am Sonntag absolut und auch prozentual den geringsten Stimmenanteil einfahren. 18 Personen wählten im Dorfgemeinschaftshaus Dr. Leonhard Martin als ihren Direktkandidaten (3,0 Prozent). Bei den Zweitstimmen waren es 21 Stimmen und 3,5 Prozent.

In Herbern wählten insgesamt 94 Personen (5,8 Prozent) Martin zu ihrem Direktkandidaten. 107 gaben der AfD ihre Zweitstimme (6,6 Prozent). In der neuen Aula gaben Martin 35 Personen ihre Stimme (6,1 Prozent), 41 ihre Zweitstimme (7,0 Prozent). Der Wahlbezirk 7 gab Martin 33 Stimmen (6,8 Prozent), der Landesliste ebenfalls 33 Stimmen (6,8 Prozent). Im Jugendtreff waren es 26 AfD-Erststimmen und 33 Zweitstimmen.

Auch per Briefwahl gingen Stimmen für die AfD ein: 150 Erststimmen und 143 Zweitstimmen aus den insgesamt 7 Briefwahlbezirken in der Gemeinde. 2017 waren es lediglich 3 Briefwahlbezirke. Damals gab es keinen Direktkandidaten der AfD, allerdings hatten 142 Personen per Briefwahl die Landesliste der AfD gewählt.

Warum wählen Menschen eine Partei, die sich für den Bau von Atomkraftwerken ausspricht oder eine „Abschiebeoffensive zum Abbau des Überhangs an Ausreisepflichtigen“ fordert? Das haben wir unsere Leser auch in den Sozialen Medien gefragt – zu den Beweggründen, warum sie die AfD gewählt haben, wollte allerdings bis dato niemand etwas sagen.

Über die Autorin
Redakteurin
Gebürtige Münsterländerin, seit April 2018 Redakteurin bei den Ruhr Nachrichten, von 2016 bis 2018 Volontärin bei Lensing Media. Studierte Sprachwissenschaften, Politik und Journalistik an der TU Dortmund und Entwicklungspolitik an der Philipps-Universität Marburg. Zuletzt arbeitete sie beim Online-Magazin Digital Development Debates.
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