Ascheberg: Begegnungsfest nimmt langsam Form an

Für Bürger und Flüchtlinge

Die Ascheberger SPD und Vereine aus dem Ort wollen nicht nur reden, sondern handeln: Mit einem großen Fest wollen sie die Ascheberger Bürger und neu angekommenen Flüchtlinge zusammenbringen. Für das Begegnungsfest am 9. Juli haben sich die Verantwortlichen auch schon ein Programm ausgedacht.

ASCHEBERG

, 06.06.2016 / Lesedauer: 3 min
Ascheberg: Begegnungsfest nimmt langsam Form an

Vertreter aller Gruppen, die an dem Begegnungsfest in Ascheberg mitwirken wollen, trafen sich am Freitag in der Firma Klaas. Unter anderem SPD Vorsitzender Johannes Waldmann, Ludger Klaas von oben genannter Firma, Petra Haverkamp, der Arbeiter Wohlfahrt, Wolfgang Tietze, von der Inge und Wolfgang Tietze Stiftung, als auch Vertreter der Flüchtlingshilfe.

Alle reden derzeit über Flüchtlinge, aber Kontakt zu ihnen haben nur die wenigsten. Das will die SPD in Ascheberg ändern und hat vor rund einem Monat ein Begegnungsfest für alle Ascheberger und die neu dazugekommenen Flüchtlinge angekündigt. Das grobe Programm für den 9. Juli (14 bis 18 Uhr), einem Samstag, steht inzwischen.

Rücksicht auf muslimische Gäste

„Das haben wir bei einem ersten Treffen der Organisatoren grob zusammengestrickt“, sagt Petra Haverkamp von der Arbeiterwohlfahrt (Awo), die in die Planung involviert ist. Neuerdings mit im Organisationsteam sitzen auch Vertreter des Ascheberger Seniorenbeirats, die zusammen mit der Firma Klaas Alu-Kranbau, der Arbeiterwohlfahrt und der Inge und Wolfgang Tietze- Stiftung ein ordentliches Programm auf die Beine gestellt haben.

Während es bei „normalen“ Stadtfesten in der Regel nur einen Grill gibt, nehmen die Organisatoren beim Begegnungsfest Rücksicht auf die muslimischen Gäste. „Wir stellen einen Extra-Grill auf, auf dem wir kein Schweinefleisch grillen“, kündigt Haverkamp an. Zudem plant man mit einer sogenannten Mitbringtafel, zu der alle Festbesucher eigene Speisen beisteuern können.

Gratis Shuttlebusse für alle Besucher

Auch um die Anreise haben sich die Planer Gedanken gemacht. Für alle Besucher sollen kostenlose Shuttlebusse aus Herbern, Davensberg und Ascheberg in Richtung Klaas-Firmengelände an der Raiffeisenstraße 26 fahren, wo das Fest stattfindet. Ausgeschmückt wird der Tag durch Ascheberger Vereine und Firmen. Der TuS Ascheberg etwa richtet ein Torwandschießen aus, die Firma Klaas sorgt mit einem Autokran für eine tolle Aussicht über die Region und bietet zudem Führungen über das Firmengelände an. Für Musik sorgen zwei Bands aus Herbern und Coesfeld. Und für Kinder gibt es Kinderschminken und eine Hüpfburg.

Viel Programm, was für den Geldbeutel allerdings nicht zur Belastung wird. Denn weder Speisen und Getränke, noch die Aktionen sollen Geld kosten. „Wir bitten aber um Spenden für verschiedene Projekte“, sagt Haverkamp. SPD-Ortsvorsitzender Johannes Waldmann ergänzt: „Das Fest soll ja nicht nur die Möglichkeit geben, Kontakte herzustellen, sondern soll auch ein Dankeschön an alle Helfer in der Flüchtlingsarbeit sein. Wer dazu einlädt, der übernimmt natürlich auch die Rechnung.“  

Helfer können sich bei den folgenden Personen melden: Johannes Waldmann (SPD), Tel. (0176) 24678093, oder Johannes_Waldmann@gmx.de, Sebastian Klaas (Klaas-Alu-Kranbau), sebastian@klaas-ascheberg.de, Petra Haverkamp (Awo), Tel. (02593) 7419, oder heinrichsvh@aol.com sowie Wolfgang Tietze, Tel. (02599) 98916, oder wolfgtietze@aol.com

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