Ascheberg soll Carsharing ab 2020 bekommen: Bürger können das Angebot mitgestalten

hzMobilitätskonzept Ascheberg

Die Gemeinde Ascheberg soll 2020 ein Carsharing-Angebot bekommen. Um den genauen Bedarf zu klären, werden die Bürger befragt. Und die können das neue Angebot mitgestalten.

Ascheberg, Herbern

, 05.12.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Teilen ist das neue Haben. Dieses Credo gilt auch für das Angebot, sich mit anderen Menschen ein Auto zu teilen. Carsharing ist heute vor allem in Großstädten eine beliebte Alternative zum eigenen Fahrzeug. Doch auch in ländlichen Gebieten kann Carsharing funktionieren. Davon ist auch die Gemeindeverwaltung Ascheberg überzeugt.

Bereits im kommenden Jahr soll es deshalb Carsharing in Ascheberg geben. Wie genau das Angebot aussehen wird, ist noch nicht klar. Aber die Bürger können es mitgestalten. Denn sie werden zum Thema befragt. „Wir möchten herausfinden, wie das Mobilitätsverhalten der Bürger aussieht und wie groß die Nachfrage für das Angebot Carsharing ist“, erklärt Simone Böhnisch, Pressesprecherin der Gemeinde Ascheberg.

Mindestens ein Kleinauto ab 2020

Als Auftakt dient eine Informationsveranstaltung am Montag, 27. Januar 2020, in Ascheberg (Uhrzeit und Ort noch unbekannt). Dort möchten die Verantwortlichen aus dem Arbeitskreis Mobilität (ÖPNV), die die Idee mit dem Carsharing forcieren, möglichst viele Bürger für das Angebot gewinnen.

„Carsharing würde sich schon bei zehn festen Nutzern lohnen“, sagt Böhnisch. Je nach Bedarf möchte die Gemeinde ab 2020 mindestens ein Kleinauto anbieten. Ob dies ein Fahrzeug mit Elektrobetrieb oder Verbrennungsmotor sein wird, ist noch unklar, so Böhnisch.

Carsharing als stationsbasiertes Konzept

Auch da käme es auf die Nachfrage an. Neben Einzelbürgern sollen auch Vereine, Institutionen und Firmen das Angebot nutzen können. Dazu werden auch hier Befragungen ab Frühjahr durchgeführt.

Das Ergebnis soll Aufschluss darüber geben, in welchem Ortsteil - Ascheberg, Herbern oder Davensberg - Carsharing künftig angeboten wird.

Ascheberg soll Carsharing ab 2020 bekommen: Bürger können das Angebot mitgestalten

Mit der App auf dem Handy kann der Nutzer das Auto reservieren und buchen. Wo das Fahrzeug zum Teilen in der Gemeinde künftig stehen wird, ist noch unklar. Es kommt darauf an, wie der Bedarf der Bürger in Ascheberg, Herbern und Davensberg ist. © teil.Auto.net


Es wird in jedem Fall ein stationsbasiertes Konzept sein, erklärt Simone Böhnisch. Das heißt, dass der Nutzer das Auto nach dem Gebrauch genau wieder dort abstellen muss, wo er mit dem Carsharing begonnen hat.

Carsharing rentiert sich dennoch in diesen Gebieten. Der Anbieter „teilAuto“, der 2020 auch in Ascheberg für Carsharing sorgen soll, habe sich auf ländliche Regionen spezialisiert, so Böhnisch. Mit einer App auf dem Handy können Nutzer das Carsharing-Angebot nutzen.

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„Das Angebot ist niederschwellig und für Jeden verständlich und leicht in den Alltag zu integrieren. Es rechnet sich in jedem Fall gegenüber der Nutzung des eigenen Autos“, sagt Böhnisch. Eine Kurzfahrt von 15 Kilometern innerhalb von zweieinhalb Stunden kostet je nach Tarif zwischen 6,50 und 10 Euro (inklusive Spritkosten und Versicherung).

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Das Erstellen des Konzeptes kostet laut Simone Böhnisch, Pressesprecherin der Gemeindeverwaltung, 18.400 Euro. Einen Förderantrag über 80 Prozent der Kosten ist bereits gestellt.
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