Berndhard-Spetsmann-Straße: Neues Wohngebiet ohne Kiesbeete?

Wohnen in Herbern

Das geplante Wohngebiet im Südosten von Herbern soll, wenn möglich, ohne Schotter und Kies in den Gärten auskommen. Gute Idee oder ein Eingriff in die persönliche Freiheit? Stimmen Sie ab.

Herbern

, 05.04.2019, 16:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
Berndhard-Spetsmann-Straße: Neues Wohngebiet ohne Kiesbeete?

Pflanzen, die trockenen Boden lieben, sind im Kiesbeet willkommen. Aus neu geplanten Wohngebieten könnten Kiesbeete aber in Zukunft verschwinden. © Sylvia vom Hofe (A)

Ziel ist an der Berndhard-Spetsmann-Straße die Entwicklung eines kleinteiligen Wohngebietes für Einfamilien- und Doppelhäuser – die, wenn möglich, ohne Steingärten auskommen sollen.

Das zumindest fragte UWG-Ratsmitglied Volker Müller-Middendorf im jüngsten Bau- und Planungsausschuss an: insektenfreundliche Gartengestaltung statt ökologisch wertlose Kies- und Schotterflächen.

Erst vor wenigen Tagen stellten die Grünen in der Nachbarstadt Werne einen in dieselbe Richtung zielenden Antrag. Sie wollen in neuen Werner Wohngebieten Kies und Schotter aus den Vorgärten verbannen. Und auch in Lünen kam das Thema bereits auf den Tisch. Könnten sich solche Festsetzungen in Bebauungsplänen in Zukunft durchsetzen?

„Gute Frage“, sagte der Ascheberger Fachbereichsleiter Bauen und Wohnen, Klaus van Roje, am Freitag (5. April) auf Anfrage. „Der Trend geht dahin, dass gerade Vorgärten mit Steinen befüllt werden, um Unkraut und auch Arbeit zu vermeiden. Was das Insekten- und Artensterben angeht, sind diese Vorgärten natürlich nicht förderlich.“

Stimmen Sie ab!

Die Verwaltung will nun zusammen mit dem zuständigen Planungsbüro prüfen, ob sich der Wunsch nach kiesfreien Gärten in der Bauleitplanung regeln lasse. Dazu brauche es dann auch keinen politischen Antrag mehr.

„Wenn das rechtlich möglich ist“, wolle man in dem geplanten Wohngebiet an der Berndhard-Spetsmann-Straße in diese Richtung gehen. Einzig Findlinge könnten dann noch erlaubt sein.

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