Die Einbruchs-Serie in Ascheberg setzte sich am frühen Dienstag fort. © picture alliance/dpa
Einbruchs-Serie

Beunruhigende Serie: Einbrecher in Ascheberg gehen nach Schema F vor

Eine Einbruchsserie beunruhigt seit Monaten die Bürger in Ascheberg und beschäftigt die Polizei. Bislang gibt es noch keine Festnahmen. Erst jüngst passierte ein neuer Fall, der ins Schema passt.

Seit Monaten beunruhigen Einbrüche die Bürger in der Gemeinde Ascheberg. Die Taten beziehen sich dabei fast ausschließlich auf das Gemeindegebiet. „Wir haben festgestellt, dass es in Sachen Wohnungseinbrüche im Gebiet des Kreises Coesfeld sehr ruhig ist – bis auf die Gemeinde Ascheberg“, sagt Polizeisprecherin Britta Venker auf Anfrage der Redaktion.

Und diese Taten gehen offenbar auf das Konto des immer gleichen Täters oder einer Tätergruppe. „Es gibt ein Merkmal, das darauf hindeutet“, sagt Venker. Denn das Schema der Täter ist, in unbewohnte oder zeitweilig nicht bewohnte Gebäude einzusteigen. So war es auch bei der jüngsten Tat am frühen Dienstagmorgen, 22. Juni 2021, an der Uhrwerkerstraße.

Täter schellen gegen 1 Uhr nachts

Um kurz nach 1 Uhr in der Nacht zum Dienstag klingelten die Unbekannten vermutlich zunächst an dem Wohnhaus. „Das Anklingeln, um sich zu vergewissern, dass niemand zu Hause ist, lässt auf dieselben Täter schließen“, erklärt Polizeisprecherin Venker. Doch in diesem Falle waren die Bewohner daheim, rührten sich aber nicht beim nächtlichen Schellen.

Etwa eine Stunde später hörten die Bewohner dann ein lautes Geräusch. Das sie aber noch nicht aufschreckte. Erst ca. 15 Minuten später, als ein weiteres Geräusch zu hören war, standen sie auf und schauten nach. Dabei stellten sie eine Beschädigung an einem Fenster fest. Die Unbekannten hatten vermutlich versucht, das Fenster aufzuhebeln. Als dieser Versuch misslang, haben sie mit einem Stein eine Scheibe eingeschlagen. Es ist zu vermuten, dass die Täter aufgrund der aufmerksam gewordenen Bewohner verschreckt wurden; sie gelangten nicht in das Innere des Gebäudes.

„Wir arbeiten mit Hochdruck an der Aufklärung dieser Taten in Ascheberg“, sagt Britta Venker. Einerseits ist die Polizei dabei auf die Hilfe von möglichen Zeugen angewiesen. „Wer etwas Verdächtiges bemerkt, sollte sofort den Notruf 110 wählen“, fordert sie alle Zeugen auf. Andererseits könne man schon mit geringen Mitteln einen gewissen Schutz vor diesen Tätern erreichen.

„Wenn demnächst die Ferienzeit beginnt, sollte man Einbrechern keine Hinweise auf ein leeres Haus geben“, sagt Venker. So sollte man sicherstellen, dass der Briefkasten nicht überquillt. Zudem seinen dauerhaft heruntergelassene Jalousien, vor allem zum öffentlich einsehbaren Raum hin, ein sicheres Zeichen für dunkle Gestalten, dass dieses Haus zurzeit leer steht.

Bewährt habe sich auch der Einsatz von Zeitschaltuhren für Lampen. Venker: „Am besten in verschiedenen Räumen zu unterschiedlichen Zeiten das Licht an- und ausgehen lassen.“

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Redaktion Werne
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