Christopher Oelkrug (35) kauft Land in Kanada: „Wir wissen, wo das Gold ist“

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Seit zwei Monaten ist Christopher Oelkrug (35) Besitzer eines eigenen Stück Landes in Kanada. 300 Meter Flusslauf will er in den nächsten Jahren umgraben. Das Gold – er hat es gefunden.

Herbern

, 13.08.2019, 16:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwei Wochen war er mit Kollegen unterwegs in Kanada. Ginge es nach ihnen, würde man sich gleich wieder auf den Weg machen, um in dem nordamerikanischen Land das Abenteuer zu suchen. Und noch mehr Gold – versteht sich.

Vorerst zurück in seinem Elternhaus in Herbern, zeigt Christopher Oelkrug die Errungenschaft seiner Reise. „Man kann es sehen“, sagt der 35-Jährige, die grüne Goldwaschpfanne in der Hand. Und tatsächlich – ein schmaler, goldfarbener Rand setzt sich ab in dem schwarzen dichten Sand.

Christopher Oelkrug (35) kauft Land in Kanada: „Wir wissen, wo das Gold ist“

Der Goldrand zeichnet sich ab in dem schwarzen Sand. © Vanessa Trinkwald

Wie der Goldsand da so schimmert – das hat ein bisschen was von Wild-West-Romantik. In Kanada selbst war es eher anstrengend. Ende Mai machten sich Oelkrug und seine Freunde auf in den Westen des riesigen Landes: Kamloops in der Provinz British Columbia. „Da haben wir auch den Claim gekauft“, sagt Oelkrug.

Behördenaufwand und extreme Schneeschmelze

Ohne ihn wäre es nicht gegangen. Der Business Developer hat zwei Pässe. Er ist Halb-Kanadier – und als solcher durfte er das Stück Land im Heimatland seiner Mutter auch kaufen. „Das war ein ganz schöner Behördenaufwand“, sagt Oelkrug rückblickend.

Das Auto, mit dem die Truppe unterwegs war, war irgendwann nur noch dreckig. Jeden Morgen ging es gegen 7 Uhr los – auf vier Rädern bis einen Kilometer vor den Claim. Bis zum Fluss mussten die Vier ihre Ausrüstung dann schleppen – inklusive Highbanker. Die Rinne mit der Pumpe sollte den erhofften Erfolg bringen. Das Problem aber war die Schneeschmelze.

Christopher Oelkrug (35) kauft Land in Kanada: „Wir wissen, wo das Gold ist“

Mit diesem Auto war die Truppe im Westen Kanadas unterwegs. © Oelkrug

Christopher Oelkrug (35) kauft Land in Kanada: „Wir wissen, wo das Gold ist“

Der Landschaft erstreckt sich weit hinter der Windschutzscheibe. © Oelkrug

Der Claim selbst ist riesig, umfasst 300 Meter Flusslauf. „Die Schneeschmelze war zu dieser Jahreszeit extrem“, sagt Oelkrug. „Wenn sie nicht so hoch ist, kommt man leichter an die Abbruchkanten heran, die jetzt alle überspült waren.“

Wichtig zu wissen, sollte sich die Truppe in den nächsten Jahren erneut auf den Weg machen, um den gekauften Claim einmal komplett umzugraben. Vielleicht schon nächstes Jahr? Fest steht noch nichts. „Wir können jederzeit wieder hin“, sagt Oelkrug. „Und so gesehen, wissen wir jetzt, wo das Gold ist. Wir haben alles notiert.“

Ein junger Schwarzbär und Schüsse im Wald

27 Euro pro 0,27 Gramm, rechnet der 35-Jährige vor. „Das ist der Liebhaberpreis. Der eigentliche Goldpreis wäre niedriger, aber er steigt.“ Reicht das aus, um ordentlich Geld zu scheffeln? Das steht wohl erst fest, wenn der Herberner weiß, wie viel Gold er in Zukunft noch findet.

Die kleinen Partikel in der grünen Schüssel sind sein Beweis. Es ist beileibe nicht viel – und Oelkrug muss das Edelmetal in diesen Tag noch vom Sand trennen.

Christopher Oelkrug (35) kauft Land in Kanada: „Wir wissen, wo das Gold ist“

Den Highbanker kaufte die Truppe vor ihrer Reise. Er musste mit ins Flugzeug. © Oelkrug

Fest steht: Diese Reise war eine Erfahrung. „Am 4. Tag haben wir einen Schwarzbären gesehen“, erzählt Christopher Oelkrug noch. „Das muss ein junger gewesen sein.“

Und auch Schüsse will er in dem einsamen Wald gehört haben. „Zum Glück haben die Jäger dich nicht für ein Tier gehalten“, sagt Mutter Violet.

„Zum Glück hatte ich orangene Schuhe an.“

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