Corona-Lage in Ascheberg: 33 Verfahren wegen Verstößen laufen

hzCorona-Lage in Ascheberg

Insgesamt ist die Gemeinde Ascheberg zufrieden mit der Einhaltung der Corona-Regeln. Dennoch laufen 33 Verfahren wegen Ordnungswidrigkeitsverstößen gegen die Corona-Auflagen.

Ascheberg, Herbern

, 25.05.2020, 14:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Gemeinde Ascheberg ist mit ihren Bürgern mit Blick auf die Einhaltung der Corona-Regeln zufrieden. Grundsätzlich habe sich die Bevölkerung in der Gemeinde sehr vorbildlich verhalten, sagt Pressesprecherin Simone Böhnisch.

Auf Nachfrage teilte uns die Gemeinde mit, dass vom 23. März bis zum 21. Mai auf 214 Kontrollgängen des Ordnungsamtes 10 Gruppen gegen das Kontaktverbot verstoßen haben, die mit mehr als zwei Personen unterwegs waren „oder gegen andere Corona-Vorschriften im öffentlichen Raum verstoßen haben“, so Simone Böhnisch.

Zwei Verfahren wegen Aufhaltens auf Sportplätzen

In 31 Fällen wurde ein Ordnungswidrigkeits-Verfahren eingeleitet. „Zwei weitere Ordnungswidrigkeits-Verfahren wurden eingeleitet, da sich einzelne Personen auf dem Sportplatz aufgehalten haben“, so Böhnisch. Bußgelder wurden der Gemeinde zufolge aber noch nicht ausgesprochen, die Anhörungen hierzu laufen, so Böhnisch.

Unter den Verstößen habe es auch vier „Wiederholungstäter“ gegeben, die mehrfach gegen das Kontaktverbot verstoßen haben. Auch in diesen Fällen seien bisher keine Bußgelder auferlegt worden, da die Anhörungsverfahren hier noch liefen. Ordnungswidrigkeiten können der Corona-Verordnung des Landes NRW zufolge mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro geahndet werden.

Im Falle eines Verstoßes gegen die Maskenpflicht erteilt die Gemeinde Ascheberg mündliche Verwarnungen. „Laut dem Bußgeldkatalog der Corona-Schutzverordnung werden bei Verstößen gegen die Maskenpflicht keine Bußgelder verhangen“, teilt Simone Böhnisch mit. „Einige Städte nehmen eigene Verwarnungsgelder für die Verstöße, die Gemeinde Ascheberg verwarnt mündlich ohne Verwarnungs- bzw. Bußgelder aufzuerlegen.“

Infektionswege in der Gemeinde ließen sich gut zurückverfolgen

Darüber, ob eine Person, die gegen die Corona-Auflagen, eine weitere infiziert hat, liegen der Gemeinde Ascheberg auf Nachfrage keine Informationen vor.

In der Gemeinde Ascheberg sind die Infektionszahlen mit dem Coronavirus seit Ende April konstant. Das begründete die Gemeinde auf Nachfrage Mitte Mai damit, dass sich die Infektionswege der Krankheitsfälle gut zurückverfolgen ließen.

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„In Ascheberg waren die Infektionen mit dem Corona-Virus auf Rückkehrer aus Skigebieten zurückzuführen und auf Menschen, die Karneval in Ottmarsbocholt gefeiert hatten“, sagt die Pressesprecherin der Gemeinde Ascheberg, Simone Böhnisch. Diese Personen hätten in der Folge hauptsächlich Familienmitglieder angesteckt, durch deren Isolierung die Ausbreitung des Virus erfolgreich habe unterbrochen werden können.

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