Ein Netzwerk der Hilfe für Flüchtlinge in Ascheberg

Gruppe bei Facebook

Hilfe kann auf vielfältige Art und Weise geschehen: traditionell in Arbeitsgruppen und Initiativen - oder ganz modern per Internet. Der Ascheberger Sebastian Tillkorn hat sich für den zweiten Weg entschieden und eine Organisation im Netz gegründet - bei Facebook.

ASCHEBERG

11.09.2015, 18:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sebastian Tillkorn hat auf Facebook  die Gruppe "Ascheberg hilft Flüchtlingen" gegründet.

Sebastian Tillkorn hat auf Facebook die Gruppe "Ascheberg hilft Flüchtlingen" gegründet.

„Ascheberg hilft Flüchtlingen“ – so lautet ganz schlicht und einfach der Name dieser öffentlichen Gruppe im Internet-Netzwerk Facebook. Das Bild der Gruppe ist ganz bewusst gewählt: ein ausländischer Junge hinter einem Zaun.

Initiiert hat die Gruppe Sebastian Tillkorn (32). Sein Beitrag, um zu helfen. „Ich habe hier nichts Großartiges vollbracht“, wehrt er bescheiden ab. In den Fokus gerückt werden möchte der Ascheberger keineswegs. Seine einzige Intention sei es, Hilfe anzubieten. Das könne jeder Mensch. Er hat seine Fähigkeiten als Marketingspezialist eingebracht. „Deshalb habe ich diese Gruppe gegründet“.

Und die wächst täglich. Am Freitag zählte sie 290 Mitglieder. Der Ascheberger nutzt diese Plattform, um möglichst viele Menschen miteinander zu verbinden und so Hilfe auf einer breiten Ebene organisieren zu können.

Absprachen auf kurzem Dienstweg möglich

„Hier kann kommuniziert werden, ebenso sind Absprachen auf dem kurzen Dienstweg möglich“, sagt der 32-Jährige. Sein Konzept ist offenbar aufgegangen. Innerhalb von nur vier Wochen ist schon viel bewegt worden. Das wöchentliche Fußballspiel mit den Flüchtlingen in Herbern beispielsweise. „Aber es konnten auch ganz viele dringend benötigte Dinge wie Winterkleidung, Spielzeug, Regale oder Schuhe besorgt werden. Die Hilfsbereitschaft ist einfach unglaublich.“

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Tillkorn arbeitet eng mit Roswitha Reckers zusammen, die Sprachkurse für Flüchtlinge anbietet. Er hat aber auch schon ein Gespräch mit Maria Schumacher, Vorsitzende der Steuerungsgruppe Flüchtlingshilfe St. Lambertus, geführt. Sein Wunsch: „Dass diese Gruppe weiter wächst, und wir gemeinsam etwas Gutes bewirken können und somit den Menschen auf unbürokratischem Wege helfen können, die gerade so sehr auf unsere Hilfe angewiesen sind.“

Jeder kann sich einbringen

Der Ascheberger hat damit gezeigt, dass Hilfe auf unterschiedlichen Wegen funktionieren kann. Im Kleinen, wie im Großen. Und dabei ist es egal, welche Fähigkeiten die Unterstützer mitbringen. Tillkorn hat seine Marketingkenntnisse ins Spiel gebracht. „Andere haben andere Fähigkeiten, mit denen sie helfen können und all diese Menschen können wir auf dieser Seite zusammenführen.“

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