Einschulung in der Marienschule Herbern findet an zwei Tagen statt

hzSchulen in Herbern

Die Corona-Pandemie wirft den Ablauf der Einschulungen an der Marienschule in Herbern und der Lambertusschule in Ascheberg und Davensberg durcheinander. Auch der Schulalltag wird beeinflusst.

Herbern, Ascheberg

, 12.08.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Wir geben unser Bestes, um den Kindern einen schönen ersten Schultag zu machen“, sagt Sabine Küter, Schulleiterin der Marienschule in Herbern. Besonders wird die Einschulung der Erstklässler auf jeden Fall, denn sie wird ganz anders sein, als in den Jahren zuvor.

Statt wie sonst alle Klassen an einem Tag zusammen einzuschulen, wird es am Donnerstag (13. August) und Freitag (14. August) für die I-Dötzchen der 1a und 1b jeweils eine separate Einschulung geben. Erst gibt es einen ökumenischen Gottesdienst, bevor die Begrüßung der Zweitklässler erfolgt. Alles findet auf dem Schulhof statt.

An der Marienschule gab es schon vor den Sommerferien ein Maskengebot.

An der Marienschule gab es schon vor den Sommerferien ein Maskengebot. © Helga Felgenträger (A)

„Da wir mit den Schülern vor den Ferien nur wenig Zeit zum Einstudieren hatten, wird es ein abgespecktes Programm geben“, sagt Küter. Begleitet werden dürfen die Kinder dabei nur von ihren Eltern, eventuell Geschwistern.

An den folgenden Tagen startet für die Erstklässler der normale Unterricht. Wobei von einem „normalen“ Schulalltag natürlich nicht die Rede sein kann. Laut der Schulleiterin ändere sich für die Kinder, die schon vor den Sommerferien in der Schule waren, aber nicht viel.

Sabine Küter ist Schulleiterin der Marienschule.

Sabine Küter ist Schulleiterin der Marienschule. © Steinke (A)

„Der einzige Unterschied ist, dass sie die Masken auch auf dem Schulhof tragen müssen“, sagt sie. „Bei uns gab es schon vor den Ferien ein Maskengebot.“ Küter sei erstaunt, wie gut die Schüler über die Auswirkungen des Coronavirus‘ Bescheid wüssten.

In dem Zusammenhang lobt sie auch die Eltern, die mit ihren Kindern zuhause den Umgang geübt hätten, sagt aber auch: „Kinder dürfen Fehler machen. Wenn die Maskenpflicht dazu führt, dass die Infektionszahlen eingedämmt werden, dann nehme ich das gerne in Kauf“, ergänzt sie.

Jetzt lesen

Auch Charlotte Bücker, Rektorin der Lambertusschule mit Standorten in Ascheberg und Davensberg, hält die Maskenpflicht für notwendig. „Wir sollten tun, was wir tun können.“ Anders geht die Schule aber mit dem Thema Einschulungen um – zumindest beim Ablauf.

Anstatt an zwei Tagen finden die Feiern in Ascheberg (in Davensberg gibt es nur eine erste Klasse) zwar alle am Donnerstag statt, dafür aber nacheinander. Im stündlichen Rhythmus gibt es für die Erstklässler auf dem Schulhof erst eine Andacht und dann eine Begrüßung. Ein Klassenfoto wird es nicht geben.

Die Einschlung findet an der Lambertusschule in Ascheberg auf dem Schulhof statt.

Die Einschlung findet an der Lambertusschule in Ascheberg auf dem Schulhof statt. © Wilco Ruhland

Bei den schulinternen Corona-Schutzmaßnahmen ähneln sich die Marien- und die Lambertusschule in den meisten Teilen. Bei beiden Schulen werden die Pausen zweigeteilt. Um zu große Versammlungen zu vermeiden, dürfen nur die Jahrgangsstufen eins und zwei sowie drei und vier zusammen auf den Schulhof.

Während an der Lambertusschule auch auf dem Schulhof eine räumliche Trennung möglich ist, dürfen bei der Marienschule alle Schüler durcheinander laufen. Dafür wird an beiden Schulen dafür gesorgt, dass es verschiedene Eingänge für die Kinder gibt.

Jetzt lesen

Dazu gibt es weitere Maßnahmen wie Einbahnstraßen in den Gängen und Lüften während der Pausen. Letzteres ist vor allem notwendig, da die Schüler im Unterricht keine Maske tragen müssen. „Deswegen achten wir darauf, dass die Abstände zwischen den Plätzen möglichst groß sind“, sagt Bücker von der Lambertusschule.

Sollten Kinder aus gesundheitlichen Gründen keine Masken tragen können, sollten diese ein Schutzvisier aufsetzen. An der Marienschule dürfen Schüler in dem Fall auch ohne Maske herumlaufen. Sollte es ein gesundheitliches Risiko geben, gebe es aber Distanzunterricht, so Schulleiterin Küter.

Vorgehen bei einer Infektion entscheidet das Gesundheitsamt

Extra Busse, geänderte Schulzeiten und coronabedingte Lehrerausfälle gibt es an beiden Schulen nicht. Sollte ein Kind Corona-Symptome zeigen, sind die Eltern in der Pflicht, ihre Kinder abzuholen und zum Arzt zu bringen. Das weitere Vorgehen bei einer Infizierung entscheidet dann das Gesundheitsamt.

Lesen Sie jetzt