Ordentlich Haare ließ Kundin Anne Hennig bei Maria's Hairstyle. Sie kommt normalerweise alle drei Wochen zum Nachschneiden. © Claudia Hurek
Wiedereröffnung Friseure Herbern

Erste Friseur-Kundin in Herbern: „Endlich wieder wie ein Mensch aussehen!“

Montagmorgen. Für viele arbeitende Menschen der schlimmste Tag der Woche; doch nicht so für die Friseure an diesem 1.März, denn die dürfen nach langer Auszeit wieder öffnen

„Ich hatte meine Haare noch nie so lang wie jetzt“, sagt Anne Hennig, die erste Kundin bei Maria’s Hairstyle am Kirchplatz. Büschelweise fallen die Haare der Schere von Inhaberin Mariadomenica Manfredi zum Opfer; die Kundin freut’s. „Ich komme normalerweise alle drei Wochen her“, so Hennig. „Das ist so herrlich, endlich wieder wie ein Mensch auszusehen.“


Bei Maria’s Hairstyle bleibt die Öffnung an diesem Montag eine Ausnahme. „Dafür habe ich abends länger geöffnet.“ Bereits jetzt ist die Friseurmeisterin bis in den April hinein fast komplett ausgebucht.

Für Melanie Wessel und ihre
Für Melanie Wessel und ihre “Mädels” geht eine harte Zeit endlich zu Ende. Alle sind froh, wieder arbeiten zu dürfen. © Claudia Hurek © Claudia Hurek

Auch im Friseursalon von Melanie Wessel herrscht bereits emsige Geschäftigkeit. „Wir sind so froh, dass wir wieder arbeiten dürfen.“, sagt die Inhaberin des Salons mit langer Tradition. „Endlich hat das Warten ein Ende und wir dürfen unsere Kunden wieder verschönern. Es war für mich und meine ‚Mädels‘ schon eine harte Zeit und wir sind froh und dankbar, ein Stück Normalität zurück zu haben.“ Im Salon Wessel wird zusätzlich noch am kommenden Montag ebenfalls frisiert; danach heißt es wie bislang „Montag geschlossen“.

Nicht nur Jürgen Närdemann freut sich, endlich wieder Kunden begrüßen zu dürfen, auch seine Kundschaft ist froh und dankbar.
Nicht nur Jürgen Närdemann freut sich, endlich wieder Kunden begrüßen zu dürfen, auch seine Kundschaft ist froh und dankbar. © Claudia Hurek © Claudia Hurek

Für Jürgen Närdemann vom gleichnamigen Salon ist endlich die arbeitsfreie Zeit vorbei. „Es ist ja nicht so dass man im Haus und Garten gar nichts zu tun hatte. Aber wenn man sein Leben lang gewohnt ist zu arbeiten und nur einmal jährlich zwei Wochen Urlaub macht, sind 10 Wochen am Stück schon eine ganze Menge.“

Auch hier heißt es ebenfalls am kommenden Montag „ran an die Schere“. „Wir nutzen die Montage, solange es nötig ist.“ Von der Politik ist Närdemann enttäuscht. „Die haben uns viel versprochen und nicht viel gehalten. Aber jetzt sind wir alle erstmal froh, dass es weiter geht.“

Kundin Steffi Hülsmann ist froh, ihren Haaren endlich wieder etwas Gutes zu tun. Sie ist die erste Kundin im neuen Salon von Adriane Feldkämper.
Kundin Steffi Hülsmann ist froh, ihren Haaren endlich wieder etwas Gutes zu tun. Sie ist die erste Kundin im neuen Salon von Adriane Feldkämper. © Claudia Hurek © Claudia Hurek

Die friseurfreien Montage sind für Adriane Feldkämper schon seit Beginn ihrer Selbstständigkeit Arbeitstage gewesen. „Das ist für mich so organisatorisch einfach besser zu händeln.“ Für die Friseurmeisterin ist der 1. März nicht nur der Tag, ab dem sie wieder arbeiten darf, sondern gleichzeitig der Startschuss für die Arbeit in neuen Räumlichkeiten.

Christian Deitermann heißt Adriane Feldkämper an ihrem ersten Arbeitstag in ihrem neuen Geschäft herzlich willkommen.
Christian Deitermann heißt Adriane Feldkämper an ihrem ersten Arbeitstag in ihrem neuen Geschäft herzlich willkommen. © Claudia Hurek © Claudia Hurek

„Das ist wie eine Befreiung“, sagt Feldkämper. „Ich war in der ganzen letzten Woche so aufgeregt; das kann sich niemand vorstellen. Ich bin unglaublich froh, dass ich jetzt starten darf.“ Ihre erste Kundin an diesem Tag ist Steffi Hülsmann, die sich schon seit Wochen auf ihre neuen Strähnen freut. „Ich komme seit vielen Jahren regelmäßig alle paar Wochen zu Adriane. Man fühlt sich auch einfach irgendwann nicht mehr wohl mit seinen Haaren.“

„Für mich ist es wichtig endlich wieder Geld zu verdienen“, so Feldkämper. „Meine Reserven sind fast komplett in den Umbau des neuen Salons geflossen; von der sinnvollen Beschäftigung mal ganz abgesehen.“

Über die Autorin
Redaktion Werne
Seit fast 30 Jahren ist Herbern nun unser Zuhause und seit gut vier Jahren darf ich über meinen zweiten Herzensort berichten. Ich habe einen großartigen Job als freie Mitarbeiterin, der den eigenen Horizont um ein Vielfaches erweitert.
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