Fahnengarde sieht ihre Tradition bedroht und hofft auf neue Mitglieder

Bürgerschützen

Die Fahnengarde des Bürgerschützenvereins hat den Trainingsbetrieb wieder aufgenommen. Die eigenständige Abteilung des Vereins plagt jedoch Nachwuchssorgen.

Herbern

, 21.01.2019, 16:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Während Ivnonne Schroer Neuzugang Nele (9) die ersten Griffe mit der Fahne zeigt, üben die „alten Hasen“ die richtige Wurftechnik.

Während Ivnonne Schroer Neuzugang Nele (9) die ersten Griffe mit der Fahne zeigt, üben die „alten Hasen“ die richtige Wurftechnik. © Claudia Hurek

Noch ist die Anzahl der Mitglieder bei der Fahnengarde des Bürgerschützenvereins recht übersichtlich. „Im letzten Jahr hatten wir vier Neuzugänge“, so Kommandeurin Ivonne Schroer, die als Schülerin knapp 10 Jahre Mitglied des Fahnenschlags gewesen ist. „Von den ‚alten’ Hasen sind leider nur noch drei Mädchen dabei.“

Aus diesem Grunde sucht die Fahnengarde dringend Nachwuchs. Kinder und Jugendliche zwischen dem 6. und 21. Lebensjahr sind herzlich willkommen, bei einem Training, das während der kalten Jahreszeit jeden Sonntag von 9 bis 10 Uhr in der Turnhalle an der Altenhammstraße stattfindet, vorbeizuschauen. Mädchen und Jungen sind hier gleichermaßen willkommen.

Fahnengarde seit 46 Jahren Teil der Bürgerschützen

Die Fahnengarde des Schützenvereins wurde im Jahr 1973 durch den damaligen Kommandeur der Avantgarde, Bernd Deitermann, als Fahnenavantgarde gegründet. Seit 1998 ist die jetzige Fahnengarde allerdings eine eigenständige Abteilung des BSV.

Nele (9), die den Fahnenschlag bisher nur bei den Schützenfesten gesehen hat, ist am Sonntagmorgen das erste Mal dabei und ziemlich aufgeregt. „Wichtig ist jetzt zu allererst das Erlernen des Grundschlags“, so Schroer. „Den müssen die Mädels im Schlaf beherrschen.“

Der Fahnenschlag oder auch das Fahnenschwenken wird nach festgelegten Regeln durchgeführt, die in der Bundesfahnenschwenkerordnung festgelegt und Bestandteil vieler Schützenfeste sind.

Training der Fahnengarde immer sonntags

Ivonne Schroer hofft, dass sich im Laufe der kommenden Wochen doch noch mehr Kinder und Jugendliche finden, die Spaß an diesem wichtigen Bestandteil des Herberner Schützenfestes haben. „Es wäre echt schade, wenn wir diese Tradition mangels Mitglieder aufgeben müssten.“

Das nächste Training findet am 27. Januar 2019 von 9 bis 10 Uhr in der Turnhalle an der Altenhammstraße statt. Mitzubringen sind nur Turnschuhe. Die Uniformen der Fahnengarde sowie die Fahnen stellt der Verein. Die Mitgliedschaft ist kostenfrei.

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