Maschine zerstört, Erde belastet: Verheerende Folgen des Mähdrescher-Brands in Ascheberg

hzHitzebrand in der Osterbauer

Der Fahrer konnte sich retten, doch der Mähdrescher wurde komplett zerstört. Außerdem ist eine riesige Feldfläche zerstört. Die Ausmaße des Brandes am Feld im Holthoff sind nun klar sichtbar.

Ascheberg

, 29.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Einen Tag nach dem Brand eines Mähdreschers ist auf dem Feld im Holthoff das gesamte Ausmaß der Zerstörung sichtbar. 7000 Quadratmeter Feld sowie eine angrenzende Böschung fingen bei dem Brand am Sonntagmittag, 12.15 Uhr, Feuer.

Doch der Landwirt hat nicht nur den Verlust von Teilen seines gerade geernteten Feldes zu verzeichnen. Auch der Mähdrescher wurde vollständig zerstört. Die Polizei beziffert den Sachschaden mit 127.500 Euro.

Erde durch Löschschaum belastet

Und weitere Kosten sind vorprogrammiert. Denn nach dem verheerenden Brand haben Spezialisten am Montag (29. Juli) Erdarbeiten durchführen müssen. Auf einer rund 100 Quadratmeter großen Fläche hoben sie 40 Zentimeter tief Erde aus dem Boden und füllten neue ein.

Denn an der Stelle, auf der der Mähdrescher stand und Feuer fing, löschte die Feuerwehr mit Löschschaum. Dieser belastet den Erdboden, sodass diese Arbeiten nötig sind.

Solche Einsätze sind fast Normalität

Bei dem Brand hätte allerdings noch deutlich mehr passieren können. Der Fahrer des Mähdreschers konnte sich selbst in Sicherheit bringen. Niemand wurde verletzt. Und die Feuerwehr konnte die Flammen schnell unter Kontrolle bringen, sodass sie nicht auf angrenzende Felder übergreifen konnten.

Für die Kameraden seien solche Einsätze zwar nicht alltäglich, aufgrund der Wetterverhältnisse aber fast schon Normalität, wie Rainer Koch, Wehrführer der Feuerwehr Ascheberg, erklärt. Im vergangenen Jahr habe es etwa 15 und in diesem Jahr bereits fünf Einsätze gegeben, die auf die heißen Temperaturen und die Trockenheit zurückzuführen waren.

Maschine zerstört, Erde belastet: Verheerende Folgen des Mähdrescher-Brands in Ascheberg

Auch eine Böschung neben dem Feld fing Feuer. © Jörg Heckenkamp

Wetter spielt Einsatzkräften in die Karten

Da gerieten Böschungen oder Felder in Brand - weil Zigarettenstummel aus dem Auto geworfen wurden oder es bei Drescharbeiten zu einem Funkenflug kam. Nicht immer konnte ein Flächenbrand verhindert werden.

Bei dem Einsatz in der Bauerschaft Osterbauer in Ascheberg am Sonntag, 28. Juli 2019, habe das Wetter den Einsatzkräften in die Karten gespielt. „Wenn es windiger gewesen wäre, hätte sich das Feuer deutlich schneller ausbreiten können“, erklärt Koch.

Feuerwehr bekommt Hilfe

Die Einsatzkräfte, die auch von den Kameraden aus Herbern, Davensberg, Lüdinghausen und Drensteinfurt unterstützt wurden, haben sich von der äußeren Seite des Feldes nach Innen zum Brandherd vorgearbeitet, erzählt Koch.

Mit Löschwasser wurde das Roggenfeld gelöscht, den Mähdrescher bearbeiteten die Einsatzkräfte mit Löschschaum. Eine große Hilfe bekamen sie von zwei Lohnunternehmern, die mit zwei Güllefässern, die 20 bis 30 Kubikmeter Wasser fassen können, zur Stelle waren.

Kameraden aus der Nachbarschaft vor Ort

Zur Sicherheit hätten sich diese in der Nähe aufgehalten, so Wehrführer Rainer Koch weiter. Ansonsten wäre es deutlich schwieriger gewesen, die Flächen schnell zu bewässern. Im Einsatz waren 58 Einsatzkräfte der Löschzüge Ascheberg, Herbern, Davensberg sowie sieben Kameraden aus Lüdinghausen und drei aus Drensteinfurt.

Wieso der Mähdrescher während der Drescharbeiten Feuer fing, ist weiterhin unklar, wie die zuständige Polizei des Kreises Coesfeld am Montag mitteilt. Ein technischer Defekt an der Maschine oder aufgewirbelter Staub, der sich an der Maschine entzündete, könnten laut Rainer Koch mögliche Ursachen sein.

Brände aufgrund der Trockenheit

Auch in Werne hatte es zuletzt aufgrund der Trockenheit zwei Brände auf Feldern gegeben. An Getreidefelder an der B54 mussten die Einsatzkräfte innerhalb von zwei Tagen gleich zweimal ausrücken. Bei dem ersten Brand wurde eine Fläche von rund 1000 Quadratmetern zerstört. Weil es windig war, konnte sich das Feuer blitzschnell ausbreiten.

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