Glasfaserausbau in Ascheberg gerät ins Stocken

Verärgerte Bürger

Die Ascheberger Bürger sind ratlos und verärgert. Sie haben ihre Telefonverträge gekündigt, weil die BBV den Glasfaserausbau schnell voranbringen wollte. Nun fehlen aber die finanziellen Mittel und der Ausbau verzögert sich. Die CDU fordert schnelle Aufklärung über den Stand des Verfahrens.

ASCHEBERG

, 29.08.2016, 18:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Noch bis Samstag können Verträge im Ladenlokal an der Schloßstraße abgeschlossen werden.

Noch bis Samstag können Verträge im Ladenlokal an der Schloßstraße abgeschlossen werden.

Der Glasfaserausbau in Ascheberg ist ins Stocken geraten. Der Grund ist die fehlende Finanzkraft, wie Vertriebsleiter Wolfgang Ruh von der BBV Deutschland auf Anfrage mitteilt. „Der ursprünglich vorgesehene Baufonds aus Luxemburg ist zum jetzigen Zeitpunkt weggebrochen.“

Die BBV warte weiterhin auf die Genehmigung des Fonds. Darüber könne ein Teil der Ausbaukosten finanziert werden, so Wolfgang Ruh. Der Betrag für das Münsterland liege bei 13,5 Millionen Euro. „Es wird weiterhin an einer Zwischenlösung gearbeitet“, sagte er. „Die BBV ist mit multinationalen Investor-Unternehmen unterwegs.“

Unruhe und Frust bei den Bürgern

Die CDU-Fraktion im Gemeinderat bringt die ständige Verschiebung des Glasfaserausbaus auf den Plan. „Es ist nicht absehbar, wann mit einer tatsächlichen Umsetzung gerechnet werden kann“, schreibt der CDU-Vorsitzende Dietmar Panske in seinem Antrag für die Ratssitzung am Donnerstag, 1. September (18 Uhr, Bürgerforum, Dieningstraße 7). Viele Bürger hätten ihren bestehenden Telefonvertrag beim bisherigen Anbieter im guten Glauben gekündigt. Die Verträge laufen in den nächsten Wochen aus, heißt es weiter: „Die fehlende Perspektive und ständige Terminverschiebung der BBV Münsterland sorgt für erhebliche Unruhe bei den Bürgern.“ Die CDU bittet daher um eine „umfassende Information über einen aktuellen Verfahrensstand und weitere Verfahrensschritte“.

Im schlimmsten Fall müsste sich die Gemeinde Ascheberg von der BBV Münsterland trennen, erklärte Bürgermeister Dr. Bert Risthaus (CDU). „Dann müssten wir uns eine neue Firma für den Ausbau suchen.“ Dieser „worst case“ sei aber unwahrscheinlich, so der Bürgermeister – der übrigens auch persönlich betroffen ist: „Ich habe meinen bisherigen Vertrag gekündigt.“

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