Herberner belegt bei Oldtimer-Rallye Platz vier

Von Mainz nach Monte Carlo

Theo Wellmann aus Herbern ist von seiner Tour nach Monte Carlo wieder zurück, die in der vergangenen Woche in Mainz startete. Und wie: Bei der 19. AvD-Histo-Monte Oldtimer-Rallye belegt der 67-Jährige den vierten Platz bei insgesamt 63 Startern.

HERBERN

, 11.02.2015, 15:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wellmanns BMW 325ix erstrahlt schon wieder im satten Rot. Noch am Tag der Rückkehr hat der Herberner sein Auto nach der viertägigen Rallye auf Hochglanz poliert. Etwa 1750 Kilometer legte er mit seinem Co-Piloten Udo Volckmann in den vier Tagen von Mainz bis Monte Carlo zurück. Auch in die Heimat zurück fuhr er mit dem Wagen, einen Transport benötigte der Rallye-Experte nicht. Und ähnlich wie sein Wagen, strahlt auch Wellmann über das ganze Gesicht.

„Es war die beste Histo-Monte, an der ich teilnehmen durfte“, sagt Wellmann. Und nicht allein wegen dem vierten Platz in der Gesamtwertung kommt er zu diesem Fazit. Die Organisation sei in diesem Jahr nah an der Perfektion gewesen. Trotz widriger Wetterverhältnisse verlief alles ohne Probleme. Die Bordbücher, mit denen der Co-Pilot die Strecken nachvollzieht und den Fahrer navigiert, wären fehlerfrei gewesen. Das Streckenlayout war für den alten Hasen Wellmann „sehr herausfordernd“.

Vorher nicht trainiert

Zusammen mit seinem Partner verbesserte sich Wellmann von Tag zu Tag. Lagen die beiden nach dem ersten Tag in Freiburg im Gesamtklassement noch auf Rang 18, stand Freitagabend bereits der zwölfte Platz in den Ranglisten. „Im Gegensatz zu den anderen Fahrern haben wir vorher nicht trainiert, deswegen steigerten wir uns täglich“, erklärt Wellmann die Sprünge in der Wertung.

Sportlich richtig los ging es für das Duo sowieso erst am Samstag mit der Fahrt durch die französischen Seealpen. „Sibirische Verhältnisse“ sollen dort geherrscht haben, so der 67-Jährige. Teilweise versperrten liegengebliebene Sattelzüge die engen, verschneiten Fahrbahnen, sodass das Fahrerfeld auch schon einmal ins Stocken geriet.

Nach Ankunft am vorletzten Abend in Nizza hatten die beiden mit dem achten Platz in der Endabrechnung ihr Ziel Top10 bereits erreicht. „Mein ‚Co‘ wollte aber unbedingt auf das Treppchen, ich beruhigte und sagte ihm, dass das schon klappen werde“, erzählt Wellmann schmunzelnd. Was sein Beifahrer nicht wusste: Das Duo hatte auch diesen Erfolg bereits verbucht. Denn bei der Histo-Monte kommen die ersten zehn Auto auf das Podium.

„Ich habe ihn dennoch weiterhin im Unklaren gelassen und trotzdem eine Schüppe draufgelegt.“ Die schwere Wertung über den Pass des Col de Turini gewann Wellmann vor allen anderen Fahrern und man rutschte auf Platz vier vor.

Werksteams geschlagen

Der Rest in Richtung Monte Carlo kam nach dem letzten Härtetest für Mensch und Auto einem Schaulaufen gleich. Wehwehchen trägt Wellmann trotz der Strapazen nicht davon: „Mir macht das nichts aus, ich bin schon so viele Rallyes gefahren.“  

Überglücklich lief das Team am späten Sonntagnachmittag dann in Monte Carlo ein. Platz vier von 63 Starten und dabei vier BMW-Werksteams hinter sich gelassen: Dass das gebührend gefeiert werden musste, war klar. „Um drei Uhr lag ich Montagfrüh im Bett“, so Wellmann. Auch beim Feiern machte dem 67-Jährigen so schnell niemand etwas vor.  In den Videos sehen Sie, wie sich die Teilnehmer von Etappe zu Etappe vorarbeiteten.

 

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