Hit-Markt Ascheberg: „Kleine Unstimmigkeiten“ verzögern den Baustart

hzHit in Ascheberg

Ursprünglich sollten zu dieser Zeit bereits die Bagger für den neuen Hit-Markt in Ascheberg rollen. Doch wegen Verzögerungen in der Planung beginnt der Bau nun später als eigentlich geplant.

Ascheberg, Herbern

, 08.10.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich sollte der Bau des Hit-Marktes am Eschenplatz in Ascheberg im zweiten Halbjahr 2020 beginnen. Doch weil es baurechtlich letztendlich doch mehr abzustimmen gab als ursprünglich geplant, rechnet die Gemeinde nun mit einem Baustart im Frühjahr 2021.

„Es hat Zeit gebraucht, sich vertraglich auf alle Dinge zwischen Gemeinde, Investor und Hit zu einigen“, sagt Martin Wolf von der Gemeinde Ascheberg. „Es hat kleine Unstimmigkeiten gegeben.“ Zum einen habe die Gestaltung der Gebäudetechnik, die durch Hit vorgenommen wurde, länger gedauert als ursprünglich angenommen.

Zum anderen hätten auch Fragen der Platzgestaltung (Eschenplatz) im Zuge der Ortskernumgestaltung, des Ausbaus der Lüdinghauser Straße, der Gebäudeaufteilung, des Schallschutzes und der Frage nach einer potenziellen Lärmschutzwand mit in den Zeitplan hereingespielt. „Jetzt sind alle Knoten durchschlagen“, sagt Wolf.

Erste Abriss-Arbeiten an Feuerwache und Kik-Markt in Ascheberg

Für November, sagt Martin Wolf, sei angedacht, die Pläne des Hit-Marktes für die Zeit von mindestens einem Monat offenzulegen. So sieht es das Gesetz vor. „Wir werden schauen, dass wir ein paar Tage Puffer dranhängen.“ Aktuell, sagt Gesche Ahmann, Fachgruppenleiterin Bauen und Wohnen der Gemeinde Ascheberg, werde bereits der Bauantrag vorbereitet.

Zeitgleich seien erste Vorbereitungen für den Abriss der alten Feuer- und Rettungswache an der Lüdinghauser Straße und des ehemaligen Kik-Marktes vorgenommen worden. „Im Dachbereich mussten Bauteile entfernt werden“, so Ahmann. Voraussichtlich in der kommenden Woche dann sollen die Bagger zum Abriss der Gebäude rollen.

Parallel zum Bauantrag müssen noch der Bebauungsplan für das Gelände beschlossen sowie der Flächennutzungsplan geändert werden. Die Fläche des künftigen Hit-Marktes ist wegen der bisherigen Nutzung für die Feuerwache noch als „Fläche für den Gemeinbedarf“ ausgewiesen. Nun soll die Nutzung wegen der Größe des Marktes (über 800 Quadratmeter) als „Sondergebiet Einzelhandel“ ausgewiesen werden.

Zeitgleich soll im kommenden Frühjahr mit dem Ausbau des Eschenplatzes, der den ersten Teil des Ortskernkonzeptes darstellt, begonnen werden. „Da rechnen wir im Frühjahr mit der Förderzusage, sodass die Baumaßnahmen parallel ablaufen können“, so Ahmann. So wolle man unnötige Baustellen verhindern.

Für die Umgestaltung des Eschenplatzes hatte der Rat der Gemeinde am 3. September nach der dritten und letzten Bürgerbeteiligung die finalen Pläne mit 28 Ja-Stimmen einstimmig beschlossen.

In den vorangegangenen Plänen war keine Zufahrt von der Sandstraße auf den Eschenplatz vorgesehen. In der Endfassung ist die Zufahrt nun aber mit verabschiedet worden. „Das ist leider so. Das hätte uns auch anders gefallen, aber so waren die Anforderungen“, sagt Robert Brandt, Projektmitarbeiter des ausführenden Stadtplanungsbüros Lohaus - Carl - Köhlmos, demzufolge die größten Veränderungen die Verschiebungen der Parkplätze in die Platzfläche hinein seien.

Planungsbüro rechnet mit Kosten von rund 1,5 Millionen Euro

Durch den Weg fällt nun der Außenbereich gegenüber der Konditorei Lüningmeyer weg. Die Konditorei selber bekommt eine gemauerte Rampe, durch die auch etwa Rollstuhlfahrer die höher gelegene Filiale erreichen können. Dadurch verschiebt sich der Außenbereich der Konditorei weiter in den Platz. Außerdem wurde beschlossen, dass vor dem heutigen K+K-Markt sechs Stellplätze entstehen. Das Wasserspiel aus drei länglichen Fontänen wird dadurch weiter an den Rand des Platzes neben den Eingang der Konditorei verlegt. Hier fallen einige Parkplätze weg. Auch die Baumgestaltung verändert sich dadurch.

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Bei dem Eschenplatz an der Sandstraße handelt es sich um den ersten Bauabschnitt, der im Zuge der Ortskernumgestaltung erneuert wird. Insgesamt geht das beauftragte Stadtplanungsbüro hier derzeit von Gesamtkosten von 1.503.575,71 Millionen Euro (brutto) aus. „Sollte der Antrag der Gemeinde auf Gewährung von Zuwendungen im Rahmen der Städtebauförderung erfolgreich sein, stände der Gemeinde entsprechend einer Förderquote von 40 Prozent eine Fördersumme von insgesamt ca. 506.800 Euro zur Verfügung“, heißt es in der Verwaltungsvorlage der Ratsitzung.

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