Politik in Herbern

Beerdigungen: In Herbern ist bald eine besondere Urnen-Bestattung erlaubt

Statt Erdbestattung nimmt die Beisetzung in Urnenform immer größeren Raum ein. Auf dem Friedhof in Herbern soll demnächst ein besondere, naturnahe Beisetzungs-Form möglich sein.
Zwei Menschen sitzen in einer politischen Sitzung.
Fachbereichsleiter Klaus von Roje (l.) und Ausschuss-Vorsitzender Thomas Stohldreier informierten über geplante Neuerungen auf den Friedhöfen in Herbern und Ascheberg. © Jörg Heckenkamp

Die Bestattungs-Kultur ändert sich kontinuierlich. Die früher vorherrschende Sargbestattung im Einzelgrab ist auf dem Rückzug, Urnen-Bestattungen werden beliebter. Es gibt verschiedene Formen, wie Urnen auf dem Friedhof eingebracht werden. In Herbern soll laut Politik nun auch das Prinzip der Baumbestattung möglich sein.

Die Erfahrung der Bestatter zeige, dass mehrfach der Wunsch nach einer

naturnahen Beisetzung geäußert wird, erläuterte Fachbereichsleiter Klaus von Roje am Dienstagabend vor dem Haupt-und Finanzausschuss. Zudem entfällt für die Angehörigen, wie auch bei vielen gewünscht, der Pflegeaufwand bei dieser Bestattungsart. Auf den Friedhöfen in Ascheberg und Herbern sollen in Abstimmung mit dem Bauhof jeweils zwei Bäume für die Baumbestattungen gepflanzt werden. Alle Baumstandorte wurden mit den jeweiligen örtlichen Bestattern vor Ort abgestimmt.

Für die Baumbestattungen werden zunächst um jeden Baum ringförmig sechs Urnenröhren aus Porenbeton in die Erde eingelassen, die sich selbst zersetzen. Bei der Beisetzung muss die Urne nur noch in die Röhre eingesetzt werden. In jeder Urnenröhre ist Platz für 2 Urnen übereinander. Eine Erweiterung des Grabfeldes ist durch das Einsetzen weiterer Urnenröhren möglich. Die Politik stimmte einstimmig zu.

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