Ein Kreuz aus Corona-Steinen empfängt die Besucher der Kita Abenteuerland

Kita Abenteuerland

Auch in der Kita Abenteuerland läuft der Betrieb derzeit nur unter strikten Auflagen. An die kitafreie Zeit werden sich die Kinder aber wohl noch lange erinnern. Das liegt auch an einem ganz speziellen Kreuz.

Herbern

, 15.07.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kita Leiterin Manuela Jokiel freut sich mit den künftigen Schulkindern über ein ganz besonderes Kreuz.

Kita Leiterin Manuela Jokiel freut sich mit den künftigen Schulkindern über ein ganz besonderes Kreuz. © Claudia Hurek

Wo sonst schon mal ein buntes Durcheinander aller Kitagruppen bei schönem Wetter auf dem Spielplatz herrscht, ist seit Corona auch hier bei den Kleinsten Disziplin und eine strenge Gruppenteilung von Nöten. „Inzwischen umfassen die offiziellen Informationen und Verordnungen zwei dicke Ordner“, sagt Manuela Jokiel, Leiterin der Kita Abenteuerland.

Auch hier hat das Virus den Alltag der Kinder und ihrer Erzieherinnen und Erzieher ordentlich durcheinandergewirbelt. Ab dem 16. März hieß es für alle Eltern: „Eure Kids bleiben jetzt zu Hause“. Seit dem 8. Juni ist inzwischen ein eingeschränkter Regelbetrieb möglich. Der Aufwand, den die Betreuer leisten müssen, ist immens.

Online-Morgenkreise während der kitafreien Zeit

Während die Kita komplett geschlossen war, fanden für alle Gruppen jeweils an einem Tag der Woche sogenannte Online-Morgenkreise statt. „Ich weiß noch, dass der erste Videochat ein riesiges Durcheinander war. Alle haben sich so sehr gefreut, endlich ihre Kita-Freunde wiederzusehen“, erzählt Jokiel. „Die Elternschaft hat diese Zeit super mitgetragen. Hierfür noch einmal ein dickes Danke an die Eltern und Großeltern.“

Während der kitafreien Zeit erhielten die Kids und ihre Eltern Anregungen für Spaß und Spiel zu Hause, sowie kleine Aufgaben. Unter anderem sollten Steine bemalt werden, die dann jedes Kind in einer Kiste an der Kita ablegen konnte. „Wir haben uns riesig gefreut, dass wir so großartige Steine bekommen haben. Nach der Aufnahme des Regelbetriebes haben wir die Steine im Eingangsbereich auf den Schrank gelegt, damit alle diese bewundern konnten.“

Gemeinsam hat das Team der Kita Abenteuerland überlegt, was anschließend mit den kleinen Kunstwerken geschehen sollt. „Wir haben uns entschlossen, alle Steine zu einem Kreuz zu legen“, sagt Jokiel. „Dann war die entscheidende Frage, wie man diese zusammenfügt.“ Die Frage wurde an den Elternrat weitergegeben und hier kam schließlich die zündende Idee von einem Großvater, dessen zwei Enkel die Kita besuchen.

Albert Nuß, der in einem Hammer Betrieb arbeitet, der unter anderem Epoxidharze vertreibt, hat sich der Herausforderung gestellt und alle Steine in Kreuzform in durchsichtiges Epoxidharz gegossen. Das Ergebnis ist ein kunterbuntes, einzigartiges Kreuz, das Pfarrer Alexander Meese während der Abschlussandacht für die künftigen Schulkinder gesegnet hat.

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„Dieses Kreuz soll uns als Glücksbringer dienen und uns immer an eine ganz besondere Zeit erinnern“, sagt Manuela Jokiel. Die Herstellung des Kreuzes war für die Kita kostenfrei und wird in den kommenden Tagen einen Platz direkt im Eingangsbereich erhalten. Auch für den Einsatz von Albert Nuß ist Jokiel dankbar: „Er hat sich viel Arbeit gemacht und uns allen so eine große Freude bereitet.“

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