Klimaforum in Ascheberg: Netzwerk der Bürger könnte Vorreiter-Rolle beim Klimaschutz einnehmen

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Die Resonanz nach dem ersten Klimaforum in Ascheberg war groß. Nun steigt am 19. Februar das nächste Forum. Die Gemeinde ist mit der Hilfe der Bürger auf dem Weg, eine Vorreiter-Rolle einzunehmen.

Ascheberg, Herbern

, 14.02.2020, 14:12 Uhr / Lesedauer: 2 min

Viele Ascheberger möchten etwas für den Klimaschutz in ihrer Gemeinde tun. Was sie konkret selbst leisten können, diskutierten 70 Bürger Mitte Dezember beim ersten Ascheberger Klimaforum. Die Resonanz war so gut, dass es nun einen Folgetermin gibt. Und beim zweiten Ascheberger Klimaforum am Mittwoch, 19. Februar, um 18.30 Uhr, soll es vielmehr schon in die konkrete Projektarbeit gehen, erklärt Klimaschutzmanager Martin Wolf (29).

Beim ersten Klimaforum ging es noch darum, grundsätzliche Fragen zur Mitarbeit der Bürger zum Thema Klimaschutz zu klären. Es ging um Themen wie Artenvielfalt, Mobilität, Konsum oder Grünflächen. Beim nächsten Klimaforum sollen sich daraus schon erste Projekte herauskristallisieren, so Wolf. „Es werden Kleinprojekte vorgestellt, um zu zeigen, was und wie alles möglich ist“, sagt Wolf.

Projektarbeit beim zweiten Klimaforum

Dazu gehört etwa das Netzwerk Igelhilfe Münsterland, in dem sich die Davensbergerin Karoline Stermann engagiert. Mit diesen Beispielen soll gezeigt werden, wie Bürger selbst einen Teil zum Klimaschutz beitragen und sich in Netzwerken organisieren können. Und die Mithilfe der Bürger ist auch beim zweiten Klimaforum, das im Bürgerforum im Rathaus stattfindet, gefragt.

„Es geht direkt in die Projektarbeit“, sagt Wolf. Es sei „keine Veranstaltung zum Zuhören und Zurücklehnen“. Es geht vielmehr darum, in Gruppenarbeit herauszustellen, welche Projekte es bereits gibt und welche noch initiiert werden könnten.

Bürgerschaftliches Netzwerk gegründet

Dabei verdeutlicht der Klimaschutzmanager noch einmal, dass die Gemeinde unterstützend mitwirkt, aber nicht im Vordergrund der Arbeit steht. „Das Ganze lebt von dem Engagement der Bürger“, sagt der 29-Jährige. Und das sei vorhanden.

Das zeigt sich vor allem an dem bürgerschaftlichen Netzwerk, das sich nach dem ersten Klimaforum gebildet hat. 15 Bürger aus der Gemeinde möchten sich hier in Sachen Klimaschutz engagieren.

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„Das Netzwerk ist ein Riesen-Gewinn für uns. Viele Kommunen gucken darauf. Es wäre ein riesiger Erfolg für uns, wenn wir Projekte durch bürgerschaftliches Engagement und die Begleitung der Kommune umsetzen können“, sagt Martin Wolf. Die Gemeinde Ascheberg könnte diesbezüglich also eine Vorreiter-Rolle einnehmen.

Ob es weitere Klimaforen gibt, ist noch nicht klar, erklärt Wolf. „Auch das wird eine Frage sein, die wir beim nächsten Klimaforum klären werden: Wie wollen wir künftig arbeiten?“

Für das Klimaforum am 19. Februar, ab 18.30 Uhr (im Bürgerforum) können sich Bürger noch anmelden. Das gilt auch für diejenigen, die nicht beim ersten Treffen dabei waren. Anmeldung formlos bei Martin Wolf unter Tel. (02593) 609-6014 oder per E-Mail an wolf@ascheberg.de.

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