Finanzspritze für neue Projekte des Klimaschutzes in Ascheberg

hzKlimaschutz in Ascheberg

Wie steht es um die Klimaschutzmaßnahmen der Gemeinde Ascheberg? Antwort auf diese Frage gab nun der Klimaschutzmanager Martin Wolf. Dabei unterstützt die Gemeinde nun neue Projekte finanziell.

Ascheberg, Herbern

, 23.08.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zum Thema Klimaschutz gab es in der Vergangenheit in der Gemeinde Ascheberg viele Ansatzpunkte, Ideen, Projekte und politische Entscheidungen. Mit Martin Wolf hat die Gemeinde Ascheberg bereits 2017 einen Experten für dieses weite Feld engagiert. Wie es nun aktuell in Sachen Klimaschutz steht, darüber gab der Klimaschutzmanager Auskunft in der jüngsten Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses.

In diesem Jahr konnten schon viele Projekte angestoßen werden, mit denen man etwas für ein besseres Klima tut. So ist etwa die Beteiligung am Klimaforum oder besser gesagt am Bürgerprojekt „Nachhaltiges DAH“ hervorzuheben. Trotz der Corona-Krise hätten sich die engagierten Bürger weiter ausgetauscht, um ihre Aufgaben und Ziele zu verfolgen, erklärt Wolf: „Das ist nicht selbstverständlich. Sie leisten auch in der Corona-Zeit eine hervorragende Arbeit.“

Gemeinde Ascheberg fördert verschiedene Projekte zum Klimaschutz

Da geht es etwa um die ökologische Gestaltung von Gärten oder die Abfallvermeidung. Bei Müllvermeidung und Recycling gebe es noch einen Nachholbedarf - allein wenn es um die Information und Aufklärung geht. Deshalb wolle sich eine Gruppe verstärkt um pädagogische Projekte kümmern. Beispielhaft hätte man da bereits den Recyclinghof in Ascheberg besucht, erzählt Wolf.

Wo landet der Müll? Was passiert mit dem Müll? Diese und weitere Fragen können so vor Ort anschaulich erklärt werden. Um dieses Thema weiter zu forcieren, soll ein Ideenwettbewerb zur Abfall- und Plastikvermeidung eingeführt werden. Die Gemeinde steuert laut Wolf 2000 Euro bei.

Klimaforum soll Umweltpreis erhalten

Um das bürgerschaftliche Engagement im Klimaforum generell zu würdigen, soll es eine Auszeichnung für das neu gegründete Netzwerk geben. Der Umweltpreis, der 1991 in der Gemeinde eingeführt aber zwischenzeitlich nicht vergeben wurde, soll nun wieder eingeführt werden. Der mit 2000 Euro dotierte Preis soll aufgeteilt an die einzelnen Themengruppen des Netzwerks gehen.

Die Gemeindeverwaltung schlägt die Teilnehmer des Klimaforums als Preisträger vor, andere Vorschläge können noch bis 1. Oktober eingereicht werden, so Wolf weiter.

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Darüber hinaus beteiligt sich die Gemeinde beim Thema Artenschutz. Auf Anfrage des örtlichen Hegerings habe man sich dazu entschieden, die Anschaffung einer Drohne finanziell mit zu unterstützen.

Damit sollen Felder auf Rehkitze abgesucht werden, bevor der Mähdrescher hinauf fährt und die Tiere verletzen oder töten kann. Kosten der Drohne: etwa 8000 Euro. Die Hälfte übernimmt die Gemeinde, die die Technik auch selbst zu anderen Zwecken nutzen darf.

Neue Blühflächen in der Gemeinde

Darüber hinaus schlagen sich weitere Initiativen im Klimaschutz für die Gemeinde nieder. So seien in diesem Jahr weitere Blühflächen für Insekten durch die Ausweitung von Wildflächen etwa am Burgturm Davensberg, in der Hombrede oder am Siepen in Herbern hinzu gekommen. Zudem habe der Bauhof 110 Bäume gepflanzt. Es seien 28 verschiedene Arten, die möglichst klimabeständig sind, so Martin Wolf.

Ein Fingerzeig in Sachen Klimaschutz ist auch die Bestätigung von Fördermitteln des Landes NRW für die Gemeinde Ascheberg für das Erstellen eines Mobilitätskonzeptes. Die Finanzspritze zur Stärkung des Radverkehrs und Öffentlichen Nahverkehrs über 14.700 Euro wird in der kommenden Ratssitzung am 3. September zum Beschluss vorgelegt.

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Während das Angebot des Carsharing aufgrund der Corona-Krise verschoben werden musste, sei das Elektro-Lastenrad bald für Interessenten verfügbar, erklärte Martin Wolf. Und um überhaupt für das Radfahren zu werben, habe man sich dazu entschlossen, die Veranstaltung Stadtradeln nachzuholen. Statt wie geplant im Mai können nun vom 1. bis 21. September fleißig Kilometer gesammelt werden, um die CO2-Emissionen zu senken.

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