Marleen Kraß (16) aus Herbern träumt von einer Karriere auf der ganz großen Bühne

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Für Marleen Kraß (16) spielt die Musik seit ihrer Kindheit eine große Rolle. Nun hat die Herbernerin erste Erfahrungen auf der Bühne gemacht. Seitdem hat sie große Zukunftspläne.

Herbern

, 27.02.2020, 14:28 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Man merkt, dass dein Herz für das Musical schlägt.“ Diese Feststellung traf ein Juror Ende Januar während des Regionalwettbewerbes „Jugend musiziert“ in Hamm über Marleen Kraß (16), die dort den dritten Platz belegen konnte.

Solange die Herbernerin denken kann, spielt die Musik in ihrem Elternhaus eine wichtige Rolle; sozusagen eine „Hauptrolle“.

Für Mutter Marion, Erzieherin in der Kita in Horst und Fachkraft für musikalische Früherziehung, gehört die Musik seit jeher zum Leben. Ihre drei Töchter Anne - sie lebt inzwischen in Bayern - Marleen und die jüngste der Familie, Lina, hat sie bereits früh an das Medium Musik herangeführt. Ob nun Gitarre, Blockflöte oder auch Klavier - alle können von allem etwas. Nur Vater Norbert ist da eher etwas unmusikalisch.

Nervosität vor dem ersten Auftritt

Mit ihrem Onkel Thomas Kraß, einem ausgebildeten Kirchenmusiker, hatte Marleen in der vergangenen Woche einen ersten gemeinsamen Auftritt beim Dankeschön-Abend der kfd Herbern und viel Zuspruch und Lob dafür erhalten. „Ich war schon ziemlich nervös“, sagt die 16-Jährige. „Aber ich werde auch mit jedem Auftritt sicherer.“

Auch auf einer Hochzeit durfte sie schon einmal singen. „Da platzt man als Mama auch schon mal vor Stolz und muss sich das ein oder andere Tränchen verdrücken“, sagt Marion Kraß.

Aufnahme an einer Musical-Schule

Nach einem erfolgreichen Schulabschluss im vergangenen Jahr, absolviert Marleen Kraß zurzeit an der Timmermeister-Schule in Münster eine dreijährige Ausbildung zur Sport- und Gymnastiklehrerin. Anschließend möchte sie sich für ein weiteres Jahr zur Tanzpädagogin ausbilden lassen.

Marion und Marleen Kraß teilen ihre Leidenschaft für die Musik.

Marion und Marleen Kraß teilen ihre Leidenschaft für die Musik. © Claudia Hurek

Diese Ausbildungen sollen sie ihrem Traumberuf Musicaldarstellerin näherbringen. Hier strebt die junge Frau eine Aufnahme an einer sogenannten Stage School, zum Beispiel in Hamburg, an. Marleen hat bereits im Jahr 2018 dort einen viertägigen Workshop besucht und regelrecht „Blut geleckt“. „Das war großartig. Wir haben ein kleines Musical einstudiert und aufgeführt. Dort einmal Fuß zu fassen, wäre mein absoluter Traum.“

Die Ausbildung zur Musicaldarstellerin ist nicht nur mit viel Schweiß und Üben verbunden, sondern auch mit ziemlich hohen Schulgebühren. „Daher ist es wichtig, erst einmal eine Ausbildung zu machen und Geld zu verdienen, damit ich mir diese Schule dann leisten kann“, sagt Marleen.

Tanzen, Singen und Engagement in der Kirche

In ihrer Freizeit tanzt sie Ballett und Modern Dance in der Tanzwerkstatt Ruhmöller, bringt sich gerade autodidaktisch das Klavierspielen bei und ist seit einiger Zeit Mitglied der Blaskapelle Schwartländer, wo sie die Querflöte spielt. Zusätzlich unterstützt Marleen mit ihrem Sopran den Kinderchor, den Mutter Marion vor gut einem Jahr gegründet hat. Darüber hinaus ist sie oft noch als Messdienerin tätig.

Als wäre das nicht schon genug, ist sie bereits seit zehn Jahren mit den Sternsingern unterwegs. Zuerst spielte sie die Trommel, dann die Blockflöte und inzwischen zusätzlich zum Gesang die Gitarre.

Unterstützung der Eltern gewiss

Zu ihren Lieblingsmusicals gehören Elisabeth, Tarzan, König der Löwen und Tanz der Vampire. Ansonsten hört sie wie wie viele Jugendliche in ihrem Alter Popmusik und kann durchaus auch den typischen Partyliedern etwas abgewinnen. „Ohne die wären unsere Landjugendpartys ja nichts. Da singen dann alle immer kräftig mit.“

Die zielstrebige junge Frau weiß genau, was sie will und wird von ihren Eltern unterstützt. „Musik ist halt unser Leben“, sagen beide mit großer Überzeugung.

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