Müllgebühren steigen in Ascheberg nächstes Jahr kräftig

Gebühren der Gemeinde

Die Müllgebühr klettert im kommenden Jahr ordentlich. Die kleinste Tonne kostet im Jahr 11,96 Euro mehr - ein Sprung um sieben Prozent. Noch kräftiger ist der Aufschlag bei größeren Tonnen.

Ascheberg

, 05.12.2018, 11:44 Uhr / Lesedauer: 2 min
Müllgebühren steigen in Ascheberg nächstes Jahr kräftig

Einen ordentlichen Zuschlag müssen die Ascheberger Haushalte im Jahr 2019 bei der Müllgebühr hinnehmen. © picture-alliance/ dpa

Die Gebührenerhöhung hat der Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung am Dienstagabend, 4. Dezember 2018, im Ascheberger Rathaus beschlossen. Da in Nachbarkommunen die Gebühren bisweilen stabil bleiben oder gar sinken, sah sich Bürgermeister Dr. Bert Risthaus genötigt, vom zuständigen Fachbereichsleiter Klaus van Roje eine Erläuterung geben zu lassen.

Ascheberg berechnet Gebühren genauer als andere

Grundaussage zu der Gebührenkalkulation laut van Roje: „Wir sind sehr weit in der Digitalisierung. Das hat zur Folge, dass wir sehr genau abrechnen.“ Alles, was zum Bereich Abfall gehöre, werde auch in die Gebühr eingerechnet. Das würden andere Kommunen nicht unbedingt so machen.

Etwa bei den Kosten für die Leerung von Abfallbehältern im öffentlichen Raum. Viele Kommunen bezahlten diese Kosten aus dem allgemeinen Steueraufkommen. „Wir rechnen das in die Abfallgebühren mit ein, wo so etwas auch hingehört“, sagt Bürgermeister Risthaus.

Weitere Gründe für die Erhöhung der Gebühren:

  • die kostenlose Abholung von Sperrmüll bis zu drei Mal im Jahr. van Roje: „Das macht umgerechnet alleine acht Euro pro Jahr und Familie aus.“
  • Bauschutt in haushaltsüblichen Mengen können die Ascheberger kostenlos entsorgen.
  • die Beseitigung wilder Müllkippen findet sich als Kostenfaktor in der Gebührenberechnung wieder.

Risthaus wollte jeden Verdacht zerstreuen, dass sich die Gemeinde an den Gebühren bereichere oder schlampig gerechnet habe: „Wir haben geschaut, ob wir irgendwo ineffizient sind. Genau das Gegenteil ist der Fall - wir berechnen die Gebühr genauer als andere.“ Ascheberg schlüge mehr den Müllgebühren zu, was andere durch die allgemeinen Steuern bezahlten. Risthaus: „Unser Weg ist der richtige.“

Also klettern die Müllgebühren in 2019 für die

  • 80-Liter-Tonne bei vierwöchiger Abfuhr von 169,08 auf 181,08 Euro. Ein Plus von 11,96 Euro gleich 7,07 Prozent:
  • 120-Liter-Tonne: von 228,48 auf 246,60. Plus 18,12 Euro gleich 7,91 Prozent.
  • 240-Liter-Tonne: von 407,04 auf 443,16. Plus 36,12 Euro gleich 8,86 Prozent.

Anstieg auch bei anderen kommunalen Gebühren

Bei anderen Gebührensätzen ergeben sich für die Ascheberger im kommenden Jahr ebenfalls Steigerungen:

  • Die Straßenreinigung klettert von 1,54 auf 1,73 Euro pro laufendem Meter.
  • Beim Abwasser ergibt sich nur eine Mini-Steigerung von 1 Cent pro Kubikmeter Abwasser auf 2,83 Euro/cbm.
  • Die Niederschlagsgebühr bleibt konstant bei 0,39 Euro pro Quadratmeter.
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