Von Deutschland sucht die Superwurst bis unterfränkischer Dudelsack: Kabarett „Mistcapala“ überzeugt

hzMusikkabarett im Bürgerforum

Überzeugender Auftritt des Musikkabaretts „Mistcapala“: Vier Musiker zogen sich und ihre musikalischen Traditionen kräftig durch den Kakao. Ihr Programmtitel „Wurst statt Käse“ ließ das schon ahnen.

Ascheberg

, 01.03.2020, 17:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

„In Brüssel gibt es ein Amt für Gebäudereinigung und Kabarett, die haben uns diesen Programmtitel gegeben. Wer hat heute schon Wurst gegessen? Und wer hat Käse gegessen? Das sind dieselben Hände“, gab Tom Hake gleich am Anfang auf der Kleinkunstbühne des Bürgerforums in Ascheberg am Samstag, 29. Februar, zum Besten. Damit lockerte er die ersten Bauch- und Lachmuskeln und weckte die Neugier auf mehr. Auf Einladung des Ascheberger Kunst- und Kulturvereins „KuKADuH“ kamen die vier Musiker aus dem fernen Landsberg am Lech nach Ascheberg.

Hake als „Schweizer Zöllner“ lieferte gleich mit. Die Gruppe wollte eigentlich zu einem Auftritt nach St. Gallen einreisen. Als der „Zöllner“ einen „Tierkadaver“ fand, wurde es kompliziert. Diesem „Tierkadaver“ entlockte Hake beim nächsten musikalischen Beitrag ganz überraschende Töne, denn es war ein „unterfränkischer Dudelsack“, der mit Blasebalg betrieben wurde.

Altertümliche Instrumente

Das war jedoch nicht die einzige musikalische Überraschung, denn alle vier Musiker brachten immer wieder andere Instrumente zum Klingen. Hake berichtete, wie sie sich kennen gelernt hatten. Das war auf einem Mittelaltermarkt, wo sie auf mittelalterlichen Instrumenten Musik machten. „Wir haben uns dann ‚mistcapala‘ genannt. Das kommt aus dem Mittelhochdeutschen und heißt ‚Mistgabel‘“, erklärte Hake kurz und bündig.

Mit der Drehleier, einem der altertümlichen Instrumente, stimmte er dann mit Tobias Klug (Kontrabass), Armin Federl (Akkordeon) und Vitus Fichtl (Gittarre) gleich ein Lied an, dass auch die Besucher kannten. „Sie war ein Model und sieht gut aus... Sie ist kein Model und sie zieht nicht aus“, sangen die vier fröhlichen Musiker und ernteten erneut begeisterten Applaus.

„Krankenkasse erstattet den Eintritt zurück“

Für Heiterkeit sorgten auch die Solobeiträge der Akteure, als sie ihren Beitrag zum Wettbewerb „Deutschland sucht die Superwurst“ zum Besten gaben. Zwischendurch wurde gesächselt, mit tschechischem Zungenschlag deutsch gesprochen und immer wieder Musik gemacht.

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Das Musikkabarett „Mistcapala" überzeugt mit Witz, Humor und guter Musik

Vier gestandene Musiker standen auf der Kleinkunstbühne im Bürgerforum in Ascheberg und amüsierten rund 150 Besucher. Auf Einladung des Ascheberger Kunst- und Kulturvereins „KuKADuH“ kamen sie aus dem fernen Landsberg am Lech und zogen sich und ihre musikalischen Traditionen kräftig durch den Kakao. Ihr Programmtitel „Wurst statt Käse“ ließ das schon ahnen.
01.03.2020
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Das Musikkabarett "Mistcapala" überzeugte vor 150 Zuschauern im Bürgerforum Ascheberg.© Elvira Meisel-Kemper
Das Musikkabarett "Mistcapala" überzeugte vor 150 Zuschauern im Bürgerforum Ascheberg.© Elvira Meisel-Kemper
Das Musikkabarett "Mistcapala" überzeugte vor 150 Zuschauern im Bürgerforum Ascheberg.© Elvira Meisel-Kemper
Das Musikkabarett "Mistcapala" überzeugte vor 150 Zuschauern im Bürgerforum Ascheberg.© Elvira Meisel-Kemper
Das Musikkabarett "Mistcapala" überzeugte vor 150 Zuschauern im Bürgerforum Ascheberg.© Elvira Meisel-Kemper
Das Musikkabarett "Mistcapala" überzeugte vor 150 Zuschauern im Bürgerforum Ascheberg.© Elvira Meisel-Kemper
Das Musikkabarett "Mistcapala" überzeugte vor 150 Zuschauern im Bürgerforum Ascheberg.© Elvira Meisel-Kemper
Das Musikkabarett "Mistcapala" überzeugte vor 150 Zuschauern im Bürgerforum Ascheberg.© Elvira Meisel-Kemper
Das Musikkabarett "Mistcapala" überzeugte vor 150 Zuschauern im Bürgerforum Ascheberg.© Elvira Meisel-Kemper
Das Musikkabarett "Mistcapala" überzeugte vor 150 Zuschauern im Bürgerforum Ascheberg.© Elvira Meisel-Kemper
Das Musikkabarett "Mistcapala" überzeugte vor 150 Zuschauern im Bürgerforum Ascheberg.© Elvira Meisel-Kemper

„Countrystar Ronny Rakete“ sang sein Lied von den Mormonen, die mehrere Frauen haben können. Auch er wolle Mormone werden, allerdings zogen ihm seine Mitstreiter den Zahn, als sie verrieten, dass „Ronny“, herrlich parodiert von Fichtl, noch nie eine Frau gehabt habe.

„Die Krankenkasse erstattet euch den Eintritt zurück für den wunderschönen Abend mit Mistcapala“, verabschiedete sich das Quartett aus dem regulären Programm. Allerdings kamen sie nicht ohne Zugabe aus dem Saal, welche sich das Publikum durch Dauerapplaus erarbeitete.

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