Blick auf das bestehende St.-Lambertus-Altenheim. Der Neubau soll nicht als Ergänzung, sondern als Ersatz für die jetzige Einrichtung dienen. © Tina Nitsche (A)
Altenheim in Ascheberg

Neubau des Altenheims St. Lambertus in Ascheberg steht nichts mehr im Weg

Nachdem die Baupläne öffentlich präsentiert wurden, Einwände diskutiert und der Bebauungsplan überarbeitet wurde, steht dem Neubau des Altenheims St. Lambertus Ascheberg nichts mehr im Wege.

Der Neubau des Altenheims St. Lambertus in Ascheberg kann forciert werden. Die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses stimmten bei zwei Enthaltungen nun deutlich für den Bebauungsplan. Nachdem der erste Entwurf im September 2019 überarbeitet wurde und die Pläne der Öffentlichkeit daraufhin präsentiert wurden, Anwohner ihre Bedenken und Wünsche äußerten konnten, steht dem Bau nun bauplanungsrechtlich nichts mehr im Wege.

Das neue Altenheim soll grundsätzlich nicht als Ergänzung, sondern als Ersatz für das bestehende Gebäude dienen, erklärte Gesche Ahmann, Fachgruppenleiterin in der Bauverwaltung der Gemeinde Ascheberg.

Maximale Gebäudehöhe für neues Altenheim in Ascheberg

Nördlich des jetzigen Altenheims soll ein maximal dreigeschossiges Gebäude entstehen. Die Höhe werde auf maximal 10,50 Meter begrenzt. Im nördlichen Bereich werde eine Bebauung eines zweigeschossigen Gebäudeteils auf die Höhe von maximal 7,50 Meter festgelegt, um das Heranrücken an die bestehende Wohnbebauung zu berücksichtigen.

Der Sorge, dass durch den Neubau deutlich mehr Schatten entsteht, wird man zudem mit einem deutlich höheren Mindestabstand als normalerweise vorgesehen in der Baugrenze entgegenwirken.

So sieht der Bebauungsplan für den zweigeschossigen Gebäudeteil eine Baugrenze zwischen 5,50 bis 6,20 Meter vor und bei dem dreigeschossigen Gebäudeteil eine Baugrenze zwischen 12,40 Metern im nordwestlichen Bereich und 14,30 Metern im nordöstlichen Bereich.

Auch die Abstände zu den östlich angrenzenden Grundstücken betragen mehr als 10 Meter. Das neue Altenheim soll zudem mit einem großzügigen Innenhof, einem Flachdach sowie Parkplätzen sowohl im Norden als auch im Süden des Gebäudes ausgestattet werden, erklärt Ahmann.

Angst vor „Wildparkern“

Auf die Frage von Maximilian Sandhowe (CDU), ob die Stichstraßen Bispingheide und Gartenstraße geschlossen werden könnten, um sich vor „Wildparkern“ im Wohngebiet zu schützen, hatte Ahmann zwei Lösungen parat. Die Erschließung soll ausschließlich über die Bispingheide erfolgen.

Weil es im nördlichen Bereich nur eine Zufahrt für Rettungswege geben wird, werde es dort keine Zu- und Abfahrt für Besucher geben. Weil der Rettungsweg freigehalten werden müsse, könnte man sich hier aber einen versenkbaren Poller vorstellen. An der Gartenstraße wiederum seien Bäume oder eine Hecke als Abgrenzung zur Stichstraße denkbar.

Der Rat der Gemeinde muss in seiner nächsten Sitzung am 16. März (Dienstag) final über die Bebauungspläne für das neue Altenheim in Ascheberg abstimmen.

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Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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