Die neuen barrierefreien Wohnungen an der Südstraße in Herbern - hier auf einem Archivbild aus dem Juli - können erst später als geplant bezogen werden. © Claudia Hurek (A)
Wohnen in Herbern

Neubau von Wohnungen an der Südstraße: „Wir müssen jetzt Gas geben“

Schon wieder schlechte Nachrichten von der Baustelle: Der Einzugstermin für die Service-Wohnungen an der Südstraße verschiebt sich erneut. Und allmählich wird es für die neuen Mieter knapp.

Das hatte sich Joachim Raguse definitiv anders vorgestellt: Nachdem der Herberner Unternehmer das Gebäude an der Südstraße 15, in dem sich einst unter anderem das Modehaus Menninghaus befand, ersteigert hatte und Anfang 2020 mit den umfangreichen Baumaßnahmen für barrierefreie Wohnungen begann, kam es immer wieder zu Verzögerungen. Anfang 2021, Mai 2021, August 2021 – das Einzugsdatum für die künftigen Bewohner rückte stets weiter in die Zukunft. Vor allem, weil jede Menge Pech im Spiel war.

Zuletzt hatte vor gut zwei Monaten eine geplatzte Wasserleitung im Nachbarhaus dafür gesorgt, dass plötzlich der Keller und ein Teil des Treppenhauses unter Wasser standen. Die Folge: Der gesamte Souterrain-Bereich musste entkernt werden. „Wir haben da 16 Container Schutt rausgefahren. Estrich, Dämmung und so weiter – das musste alles raus.“, sagt Raguse am Montag (30. August) auf Anfrage unserer Redaktion. Er klingt optimistisch. Und das, obwohl in der Zwischenzeit schon wieder das nächste Malheur passiert ist.

Abwasserleitung beschädigt: WC im Nachbarhaus betroffen

Bei Tiefenbohrungen für die Wärmepumpe trafen die Arbeiter versehentlich eine Drainageleitung sowie eine Abwasserleitung. Das hatte den Effekt, dass die Bewohner des Nachbarhauses zwei Tage nicht ihre Toilette nutzen konnten und bei einem anderen Nachbarn Wasser im Keller stand. „Das ist aber inzwischen alles behoben“, so Raguse weiter. Man sei jetzt in den finalen Zügen. Nachdem der eigene Wasserschaden aus dem Juli endlich getrocknet war, habe man vor zwei Wochen begonnen, Leitungen neu zu verlegen. In der kommenden Woche sollen eine neue Dämmung und der Estrich folgen.

Es wird allmählich höchste Zeit für die Fertigstellung. Denn Ende September stehen bereits die Bewohner für zwei Wohnungen auf der Matte. „Sie müssen bis zum 1. Oktober aus ihren aktuellen Wohnungen beziehungsweise Häusern ausziehen. Wir geben jetzt Gas, damit das auch funktioniert“, versichert Raguse.

In beiden Fällen handelt es sich um Wohnungen im Obergeschoss, die nicht direkt vom Wasserschaden betroffen waren. Treppenhaus und Brandschutztüren müssen bis zu diesem Termin aber trotzdem fertig sein. Bis neue Bewohner in die Souterrain-Wohnungen einziehen können, dauert es laut Raguse voraussichtlich noch mindestens bis Mitte November.

Im Souterrain entstehen zwei der insgesamt fünf separaten barrierefreien Service-Wohnungen. Hinzu kommen drei weitere im Dachgeschoss. Auf der restlichen Wohnfläche entstehen zwei Wohngruppen für Pflegebedürftige, die Platz für 12 Personen bieten. Wenn denn tatsächlich mal alles nach Plan läuft.

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Geboren 1984 in Dortmund, studierte Soziologie und Germanistik in Bochum und ist seit 2018 Redakteur bei Lensing Media.
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