Neue Kita in Ascheberg: Politik entscheidet sich für Träger aus Werne

hzKinderbetreuung in Ascheberg

Ascheberg bekommt eine weitere Kindertagesstätte. Aufgrund des erhöhten Bedarfs an Betreuungsplätzen wird eine neue Kita gebaut. Nun ist klar, welcher Träger die Verantwortung übernimmt.

Herbern, Ascheberg, Werne

, 05.06.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Gemeinde Ascheberg bekommt eine neue Kindertagesstätte. Gleich neben der Kita Grashüpfer wird eine neue Einrichtung an der Herberner Straße in Ascheberg gebaut. Es ist die Reaktion auf die steigenden Anmeldezahlen - vor allem für Kinder in der U3-Betreuung.

Nun hat sich die Politik für einen Träger der Kita entschieden: Die Jugendhilfe Werne wird neben der Kita Grashüpfer auch die Verantwortung für die neue Einrichtung tragen. Das ist das Ergebnis der jüngsten Jugend-, Senioren-, Sozial- und Sportausschusssitzung.

Flexible Öffnungszeiten der Kitas

Dabei überzeugte neben dem pädagogischen Konzept die Flexibilität bei den Betreuungszeiten, wie Thomas Stohldreier, Leiter Ordnung und Soziales bei der Gemeinde Ascheberg, erklärt: „Durch die kurzen Wege wird es möglich sein, dass eine Kita eine Stunde länger oder früher geöffnet sein wird. Das kann man dann je nach den Bedürfnissen der Eltern anbieten.“

So könnte eine Kita bereits um 7 Uhr, statt wie üblich um 7.30 Uhr, öffnen. Dort werden die Kinder betreut, bis sie später in ihre eigentliche Kita gehen können, skizziert Stohldreier die Möglichkeiten.

Kitas in Ascheberg sollen sich ergänzen

Neben der räumlichen Nähe der Kitas werden sich die beiden Einrichtungen mit ihren Schwerpunkten ergänzen. Während in der Kita Grashüpfer das Thema Bewegung im Vordergrund steht, soll es in der neuen Kita vor allem um Natur und Erleben gehen, wie Stohldreier erklärt.

Personell sollen beide Einrichtungen durch dieselbe Trägerschaft der Jugendhilfe Werne profitieren. In der neuen Kita sollen vier neue Gruppen - davon zwei für die U3-Betreuung - Platz finden. Und das ist nötig.

Denn nach dem neuen Kindergartenbedarfsplan muss es mindestens eineinhalb neue Kita-Gruppen geben. Zusätzlich werden weitere Anfragen auf Kita-Plätze von den Familien aus den Neubaugebieten Breilbusch und Bahnhofsgärten erwartet, sodass sich ein Bedarf für eine Kita mit insgesamt vier Gruppen ergibt.

Mit dem Neubau der Kita soll die derzeitige Überbelegung einiger Kitas außerdem reduziert werden, so Stohldreier weiter. Die neue Einrichtung an der Herberner Straße soll im Herbst 2021 und damit nicht direkt zum Start in das neue Kindergartenjahr im August fertiggestellt werden.

Bau an der Herberner Straße soll bald beginnen

In diesem Monat soll es die abschließenden Gespräche mit dem Investor geben, bevor die Bauanträge gestellt werden können, erklärt Stohldreier. Nach einer geplanten Bauzeit von etwa zwölf Monaten soll dann die neue Kita auf dem rund 2400 Quadratmeter großen Grundstück errichtet werden.

Die Gemeinde Ascheberg wird die Kosten des Trägeranteils übernehmen. Diese richten sich nach der Anzahl der betreuten Kinder. Laut Stohldreier wird sich dieser Anteil mit 64.000 Euro im Haushalt niederschlagen.

Für das Kindergartenjahr 2020/2021 war zunächst vorgesehen, dass die Evangelische Mirjam-Kita um eine ausgelagerte Gruppe an der Bultenstraße 6 erweitert wird. Zudem sollte eine zusätzliche Gruppe durch die Aufstockung des DRK-Kindergartens am Rheinsbergring entstehen. Die Bauarbeiten für die zusätzliche Gruppe an der Bultenstraße 6 laufen laut Thomas Stohldreier planmäßig, sodass mit einer Fertigstellung der Kitagruppe im Juli zu rechnen ist.

Neue Kita soll Engpässe schließen

Die Aufstockung des DRK-Kindergartens am Rheinsbergring kann allerdings nicht erfolgen. Denn die Kosten für die Aufstockung und Erweiterung der Kita für zehn Kinder würden mehr als 725.000 Euro betragen.

Im Haushalt war dafür jedoch nur ein Betrag von 500.000 Euro vorgesehen, sodass eine wirtschaftliche Aufstockung nicht möglich gewesen wäre, heißt es seitens der Gemeindeverwaltung.

Die neue Kita an der Herberner Straße soll den derzeitigen Engpass und den zusätzlich erwarteten Bedarf an Betreuungsplätzen decken.

Lesen Sie jetzt