Neuer Baum in Herbern soll Bürger und Bienen erfreuen

Baumpflanzung

Es ist eine Tradition, dass die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald jedes Jahr der Gemeinde Ascheberg Bäume spendet. In diesem Jahr sind es zwei Robinien, der „Baum des Jahres 2020“.

von Marion Schnier

Herbern

, 12.03.2020, 15:58 Uhr / Lesedauer: 2 min
Stefan Grünert (v. r.), Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, und Bürgermeister Dr. Bert Risthaus erhielten tatkräftige Unterstützung von Barbara Kehrmann, UWG, Josef Reher, CDU, und Katharina Heinen, UWG, bei der Einpflanzung der Robinie.

Stefan Grünert (v. r.), Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, und Bürgermeister Dr. Bert Risthaus erhielten tatkräftige Unterstützung von Barbara Kehrmann, UWG, Josef Reher, CDU, und Katharina Heinen, UWG, bei der Einpflanzung der Robinie. © Marion Schnier

Als Standort wählte die Gemeinde den Bereich Menses Mühle in Herbern neben der Bienenwiese am Spielplatz und einen Solitärplatz auf dem Friedhof in Ascheberg aus. Für die erste Pflanzung in Herbern trafen sich am Mittwoch, 11. März, Bürgermeister Dr. Bert Risthaus, Stefan Grünert, Vorsitzender der Kreisgruppe Coesfeld/Münster der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und einige Bürger der Gemeinde Ascheberg.

Der Bürgermeister freute sich über die Pflanzaktion, die wie jedes Jahr in der Gemeinde stattfindet. „Gemeinsam mit dem Tiefbauamt suchen wir für jeden Baum den passenden Platz aus.“ Alles geschieht unter Einhaltung des Sichtdreiecks. Dies ist das Sichtfeld, das ein Verkehrsteilnehmer zur Verfügung haben muss, wenn er von einer untergeordneten in eine übergeordnete Straße (B54) einbiegen will.

Herberner sollen sich an Robinie erfreuen

„In Zeiten des Klimawandels möchte jeder etwas für die Natur tun“, so Grünert. „An einer Robinie können wir uns immer erfreuen. Sie hat wunderschöne duftende Blüten und passt sehr gut zu der Bienenwiese. Mit unseren Pflanzaktionen möchten wir auf die Bäume und den Wald aufmerksam machen. Dies gelingt uns mit der Gemeinde Ascheberg immer sehr gut“.

Um den Wert des Baumes in der Gesellschaft herauszuheben, wird in vielen Ländern ein „Baum des Jahres“ vorgestellt. 2020 ist dies nun die Robinie, die ursprünglich in Nordamerika beheimatet ist. Sie wächst in Höhen bis zu 1600 Metern, kann bis zu 30 Meter hoch und bis 200 Jahre alt werden. Im Jahr 1601 kam sie als Ziergehölz nach Europa.

Im Frühsommer blüht sie in strahlendem Weiß und bildet lange, braune Früchte.

Ein besonderes Augenmerk gilt jedoch den Blättern des Laubbaums. Die stark gefiederte Form mit bis zu 19 runden oder eiförmigen Einzelblättern ist für einen Schmetterlingsblütler wie die Robinie typisch und verrät die Herkunft aus Nordamerika. Die Blütezeit liegt zwischen Mai und Juni. Auf Grund des hohen Zuckergehalts werden die Blüten von den Bienen und Hummeln massenweise angeflogen.

Barbara Kehrmann, 2. Vorsitzende der UWG Ascheberg-Herbern-Davensberg, freut sich: „Wir möchten das Ökologische unterstützen. Toll ist es, dass ungewöhnliche Bäume gepflanzt werden, das ist eine schöne Geste. Die Robinie ersetzt das Tropenholz. Die Trockenheit nimmt zu und wir müssen uns bei der Pflanzenauswahl entsprechend anpassen.“

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