Pokale statt Party - „Gassenjäger“ haben in 50 Jahren viele Auszeichnungen gesammelt

hz50 Jahre Kegelclub

Vor 50 Jahren hat der Kegelclub „Gassenjäger“ erstmals Kugeln die Bahn hinuntergejagt. Bis heute geht es den Mitgliedern mehr um sportliche als um gesellschaftliche Aspekte des Kegelns.

Herbern

, 06.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Von ursprünglich zehn Gründungsmitgliedern sind noch drei aktiv dabei: Georg Beerens, Bernhard Eckmann und Bernhard Greive. Am 26. Mai 1969 gründete sich der Kegelklub „Gassenjäger“; der erste Kegelabend fand am 6. Juni 1969 in der ehemaligen Gastwirtschaft Hennemann statt, die bis zur Schließung im Jahr 2010 das Vereinslokal des Männerkegelvereins war.

Mitglieder gingen mit Ehrgeiz auf die Kegelbahn

Einmal wöchentlich, immer freitags, trafen sich die Herren, um keinesfalls eine „ruhige“ Kugel zu schieben, sondern schon mit einem gewissen Ehrgeiz alle „Neune“ zu fällen.

Zahlreiche Pokale und Urkunden im Keller von Georg Beerens zeigen an, dass der sportliche Ehrgeiz oft mit dem obersten Platz auf dem Treppchen oder zumindest mit einem der vorderen Plätze bei den Kegeldorfmeisterschaften in Herbern belohnt wurde.

Bahn im Jahre 1968 reserviert, bevor es die Gassenjäger gab

„Im Jahr 1968, während der Kirmes in Herbern, habe ich mir überlegt, dass es doch nett wäre, einen eigenen Kegelverein zu gründen“, erzählt Georg Beerens. „Spruchreif wurde das dann ein knappes Jahr später. Bei Hennemann war Freitag abends noch eine Bahn frei; da bin ich dann sofort hin. Ich hatte zwar noch keine Leute, aber die Bahn auf jeden Fall schon mal sicher.“ Weitere Mitkegler haben sich dann aber schnell gefunden.

14-tägig kegeln die Gassenjäger bei Deitermann

Seit der Schließung der Gaststätte Hennemann kegeln die Gassenjäger nun alle 14 Tage montags bei Deitermann.

Seit dem Tod von Mitkegler Rudi Eidecker im Jahr 2015, der kurz nach der Gründung des Vereins gleich als Kegelvater auf Lebenszeit gewählt worden ist, teilen sich die Männer die verschiedenen Aufgabenbereiche. Die bisherigen Touren führten die erfolgreichen Kegler unter anderem nach Amsterdam, Paris, Willingen, an die Mosel oder nach Bremen. „Wir haben unsere Ausflüge immer mit vielen Aktivitäten rund um unser Ziel verbunden“, so Beerens. „Nur sitzen und trinken, das war und ist nicht so unser Ding.“

Zu den schönsten Touren gehören für den ehemaligen Geschäftsmann der Segeltörn auf dem Ijsselmeer, eine Draisinenfahrt an der Nahe oder der Besuch des Regierungsbunkers in Ahrweiler. „Bis Mallorca sind wir allerdings nie gekommen; wollten wir auch nicht.“

Lustige Anekdoten: Schuhe vertauscht

Viele lustige Geschichten und Begebenheiten gehören natürlich auch zur fünfzigjährigen Vereinsgeschichte. „Bernhard Greive und ich haben mal aus Versehen unsere Schuhe vertauscht“, so Georg Beerens. „Ich habe mich dann stundenlang gewundert und mir schon Sorgen gemacht, warum meine Füße auf einmal so dick sind.“

Neben eigenen Schützenfesten, die die Gassenjäger bis vor einigen Jahren gefeiert haben, gehören gemeinsame Maifahrten – diese können auch schon mal im August stattfinden – gemeinsam mit den Ehefrauen zum geselligen Vereinsleben dazu.

Jubiläumstour führt Kegler in GOP-Variete

Die Jubiläumstour in diesem Jahr führt die Kegler aus Herbern nach Bad Oeynhausen. „Wir besuchen das GOP Theater und besichtigen die Glashütte Gernheim in Petershagen.“

Aktuelle Mitglieder bei den Gassenjäger sind:

Georg Beerens, Bernhard Eckmann, Karl-Heinz Meyer. Bernhard Greive, Helmut Langenberg, Heinz Sendermann, Heinz Wesselmann und Egon Zimmermann

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